09 January 2026, 09:12

Pionier der Erinnerungskultur: Wie Seligmanns Erbe Yad Vashems Zukunft in Deutschland prägt

Ein Museumsschild mit Text und Skulpturen darauf.

Pionier der Erinnerungskultur: Wie Seligmanns Erbe Yad Vashems Zukunft in Deutschland prägt

Dr. Michael Seligmann wird für sein jahrzehntelanges Engagement bei der Bewahrung des historischen Gedächtnisses gewürdigt. Regierungspräsident Bothe nannte ihn einen "Pionier der Erinnerungskultur". Seine Führung in der Gedenkstätte Villa ten Hompel hat bleibende Spuren in der Organisation und ihrer Mission hinterlassen.

Nun, da Deutschland die Errichtung eines Bildungszentrums von Yad Vashem plant, prägt Seligmanns Einfluss weiterhin die Debatte über dessen Standort.

Von 1998 bis 2022 leitete Dr. Seligmann den Trägerverein der Gedenkstätte Villa ten Hompel. Unter seiner Ägide wuchs die Organisation an Stabilität und Bedeutung, wie Stefan Querl, der Leiter der Gedenkstätte, betont. Der Verein fördert und entwickelt die Gedenkarbeit mit Schwerpunkt auf Bildung und gemeinnützige Projekte.

Villa ten Hompel arbeitet bereits eng mit Yad Vashem in Jerusalem zusammen. Diese Partnerschaft hat ihren Ruf in der historischen Bildungsarbeit gestärkt. In der Öffentlichkeit ist die Arbeit des Vereins heute untrennbar mit Seligmanns Namen verbunden. Sechzig Jahre nach der Aufnahme diplomatischer Beziehungen zu Israel plant Deutschland nun ein Yad-Vashem-Bildungszentrum. Drei Bundesländer – Nordrhein-Westfalen, Bayern und Sachsen – bewerben sich um den Standort. Seligmann hält seine Heimatregion Nordrhein-Westfalen für die beste Wahl und verweist auf deren Größe und die bestehenden Verbindungen nach Jerusalem. Unter den vorgeschlagenen Standorten gilt die Villa ten Hompel in Münster als einer der Favoriten.

Seligmanns Vision zielte stets darauf ab, historische Lehren für die Bewältigung heutiger Herausforderungen nutzbar zu machen. Dieser Ansatz prägt weiterhin die Ausrichtung des Projekts.

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Das neue Yad-Vashem-Zentrum wird Deutschlands Rolle in der Holocaust-Bildung ausbauen. Durch Seligmanns langjähriges Engagement für die Erinnerungskultur bleibt die Villa ten Hompel ein zentraler Akteur in der Diskussion. Die endgültige Standortentscheidung wird mitbestimmen, wie sein Erbe künftige Generationen prägt.