27 March 2026, 00:38

"Pizza Connection": Wie ein geheimnisvoller Polit-Zirkel die Legislatur prägt

Eine Gruppe von Menschen an Tischen eines Restaurants in Rom, Italien, mit Flaschen, Gläsern und Dekoration, sowie beleuchteten Wänden mit Texttafeln.

"Pizza Connection": Wie ein geheimnisvoller Polit-Zirkel die Legislatur prägt

Die "Pizza Connection": Ein informeller politischer Zirkel bleibt auch in der neuen Legislaturperiode aktiv

Die informelle politische Runde mit dem Namen Pizza Connection, bekannt für ihren Austausch zwischen Konservativen und Grünen, besteht weiterhin in der neuen Wahlperiode. Die Koordination liegt nun bei der Grünen-Abgeordneten Claudia Müller, die die regelmäßigen Treffen organisiert. Trotz des Namens gibt es keine direkten Verbindungen zum gleichnamigen Restaurant in Bonn – und schon gar nicht zu Pizza selbst.

Die Pizza Connection entstand in den 1990er-Jahren; zu den frühen Teilnehmern zählten Persönlichkeiten wie Armin Laschet und Cem Özdemir. Später übernahmen unter anderem Jens Spahn und Omid Nouripour die inoffizielle Führung. Der Name soll auf Bernd Protzner zurückgehen, damals Generalsekretär der CSU, der der Annäherung zwischen Konservativen und Grünen skeptisch gegenüberstand.

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Die Gruppe arbeitet unter strikter Vertraulichkeit: Die Mitglieder verpflichten sich, keine Details über die Gespräche nach außen zu tragen. Parteivorsitzende nehmen nur selten teil, außer zu besonderen Anlässen. Ein vergleichbares überparteiliches Forum für SPD, Linke und Grüne hat sich in dieser Legislaturperiode bisher nicht etabliert.

Unterdessen hat das Restaurant Pizza Connection in Bonn – das mit der politischen Runde nichts zu tun hat – Mitte Oktober nach fünfmonatiger Renovierung wieder eröffnet. Das Lokal hatte vorübergehend geschlossen, nachdem die ursprünglichen Besitzer in Rente gegangen waren. Mittlerweile führt ein Nachkomme den Betrieb fort. Entgegen dem Namen stand Pizza dort übrigens nie auf der Speisekarte.

Die politische Pizza Connection bleibt unter der Ägide von Claudia Müller ein diskreter Ort für den Austausch zwischen Konservativen und Grünen. Während das gleichnamige Restaurant unter neuer Leitung wieder Gäste empfangen kann, gibt es keine Hinweise auf eine Verbindung zwischen beiden – abgesehen vom Zufall des Namens. Die Aktivitäten der Gruppe bleiben unter Verschluss; über aktuelle Mitglieder oder Inhalte der Gespräche gibt es keine öffentlichen Aufzeichnungen.

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