"POLDI"-Doku zeigt Podolski wie nie zuvor – ehrlich, ungeschönt, sympathisch
Marie-Theres Segebahn"POLDI"-Doku zeigt Podolski wie nie zuvor – ehrlich, ungeschönt, sympathisch
Ein neuer Dokumentarfilm mit dem Titel POLDI bietet einen seltenen Einblick in das Leben des ehemaligen Nationalspielers Lukas Podolski. Anders als typische Sportfilme verzichtet er auf Glanz und Glamour und konzentriert sich stattdessen auf seinen persönlichen Werdegang – sowohl auf als auch neben dem Platz. Herausgekommen ist ein ehrliches, ungeschöntes Porträt eines Fußballers, der für seine bodenständige Art bekannt ist.
Der Film zeichnet Podolskis Aufstieg von bescheidenen Anfängen bis zum Profifußballer nach. Statt in übliche Heldenverehrung zu verfallen, zeigt er ihn als sympathischen, nahbaren Menschen – nicht als Legende. Seine Familie spielt dabei eine zentrale Rolle, etwa in Szenen, in denen seine Mutter ihm ein Schnitzel in der Pfanne mit Margarine brät und dem Ganzen eine Portion Alltagswärme verleiht.
Sein Vater erzählt mit Augenzwinkern von dem Tag, an dem sein Sohn, damals ein junger Profi, einen protzigen Audi vor dem Elternhaus parkte. Der Film wirft auch einen Blick auf Podolskis heutiges Leben, das sich zwischen unternehmerischen Projekten, Familienzeit und seiner noch aktiven Karriere beim polnischen Verein Górnik Zabrze bewegt. Der Fußball bleibt zwar seine Priorität, doch der Film zeigt den Menschen hinter dem Spieler.
Einer der berührendsten Momente entsteht, als Podolski über seine Gedanken an das Karriereende spricht. Sein Lebensmotto „Et kütt, wie et kütt“ – sinngemäß „Es wird schon irgendwie werden“ – spiegelt seine entspannte Haltung gegenüber den Herausforderungen des Lebens wider. Der Ton des Films bleibt durchgehend unterhaltsam und verbindet Humor mit Authentizität.
Der Dokumentarfilm POLDI besticht durch seine Schlichtheit und Ehrlichkeit. Er verzichtet auf übertriebene Lobeshymnen und lässt stattdessen Podolskis Persönlichkeit für sich sprechen. Die Zuschauer erleben einen Fußballer, der – ob auf dem Platz oder zu Hause mit seiner Familie – stets mit beiden Beinen im Leben steht.






