09 June 2026, 02:24

PPWR 2030: Warum nur jedes zehnte Unternehmen die neuen EU-Verpackungsregeln schafft

Die Bedeutung der EU-Verpackungsvorschrift PPWR wird unterschätzt

PPWR 2030: Warum nur jedes zehnte Unternehmen die neuen EU-Verpackungsregeln schafft

Eine neue Umfrage offenbart erhebliche Defizite bei der Vorbereitung von Unternehmen auf die EU-Verpackungsverordnung (PPWR). Die ab 2030 verbindlichen Regeln werden Hersteller, Händler und Logistikunternehmen gleichermaßen betreffen. Doch derzeit erfüllt nur jedes zehnte Unternehmen die grundlegenden Anforderungen für die Einhaltung der Vorschriften.

Die gemeinsame Studie des Fraunhofer-Instituts für Materialfluss und Logistik IML, der Logistikbude und der Stiftung Initiative Mehrweg zeigt eine weit verbreitete Verunsicherung auf. Fast die Hälfte der befragten Unternehmen überschätzte ihre Vorbereitung auf die PPWR. Während Firmen mit fundierten Kenntnissen der Verordnung eine durchschnittliche Umsetzungsquote von 59 Prozent erreichten, hinkten Unternehmen mit geringem Verständnis mit nur 36 Prozent hinterher.

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Als größte Hürden wurden Zeitmangel, hohe Kosten und Bedenken zur Machbarkeit genannt. Viele Betriebe hatten zudem Schwierigkeiten, Partner zu integrieren und qualitativ hochwertige Daten zu pflegen. Über 70 Prozent forderten klarere Leitlinien, um die neuen Standards erfüllen zu können.

Ziel der Verordnung ist es, Transparenz, Rückverfolgbarkeit und Wiederverwendung entlang der Lieferketten zu verbessern. Experten warnen, dass Unternehmen nun stabile Grundlagen schaffen müssten – etwa durch saubere Datenbanken und klar definierte Verantwortlichkeiten –, um künftige Compliance-Probleme zu vermeiden.

Die PPWR wird bis 2030 die Art und Weise, wie Unternehmen Verpackungen handhaben, grundlegend verändern. Wer sich nicht vorbereitet, riskiert den Anschluss zu verlieren, wie die Umfrage zeigt. Entscheidend für eine erfolgreiche Umsetzung werden klarere Unterstützung und ein besseres Datenmanagement sein.

Quelle