24 January 2026, 11:01

Proteste gegen Castor-Transporte: Aktivisten blockieren Brücken über die A2

Eine Gruppe von Menschen steht auf einer Straße und hält gelbe Fässer und Schilder hoch, mit einer Person im Vordergrund, Fahrzeugen, Verkehrszeichen, Schautafeln, Bäumen, Gebäuden und einem klaren blauen Himmel im Hintergrund, die gegen Atommüll protestieren.

Proteste gegen Castor-Transporte: Aktivisten blockieren Brücken über die A2

Pläne zum Transport von radioaktivem Abfall vom Forschungszentrum Jülich nach Ahaus haben Proteste und juristische Auseinandersetzungen ausgelöst. Rund 100 Aktivistinnen und Aktivisten wollen sich an einem noch nicht genannten Termin in Bottrop-Süd nahe der Autobahn A2 versammeln, um gegen die geplanten Transporte zu demonstrieren. Wann genau die umstrittenen Castor-Transporte stattfinden sollen, bleibt ungewiss, da noch Gerichtsentscheidungen ausstehen.

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Der Landesverband Nordrhein-Westfalen des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND NRW) hat rechtliche Schritte gegen die genehmigten Transporte eingeleitet. Eine Klage soll die Verbringung von 152 Lkw-Ladungen mit Atommüll verhindern – offizielle Termine für die Transporte stehen jedoch noch nicht fest. Medienberichten zufolge könnten die Fahrten etwa sieben Wochen nach den letzten gerichtlichen Entscheidungen beginnen, doch bis Januar 2026 haben die Behörden keinen konkreten Zeitplan bestätigt.

Die für 11:00 Uhr angesetzte Demonstration wird durch die Wohngebiete von Bottrop-Fuhlenbrock führen. Die Route umfasst auch Brücken über die A2, obwohl die Polizei zunächst Bedenken wegen möglicher Gefährdung des Straßenverkehrs geäußert hatte. In einem Eilverfahren vor dem Verwaltungsgericht Gelsenkirchen setzten die Veranstalter jedoch das Recht durch, die Brücken für ihre Protestaktion nutzen zu dürfen.

Die Aktivistinnen und Aktivisten warnen vor erheblichen Risiken durch die Transporte, insbesondere angesichts der laufenden Bauarbeiten auf der A2 und des maroden Zustands benachbarter Brücken. Diese Faktoren müssten ihrer Ansicht nach vor Beginn der Fahrten unbedingt berücksichtigt werden.

Mit der Demonstration wollen die Teilnehmer auf die Gefahren durch radioaktive Strahlung und die mangelnde Infrastruktur aufmerksam machen. Während die juristischen Auseinandersetzungen andauern, steht der Starttermin für die Castor-Transporte weiterhin in den Sternen. Behörden und Umweltschützer liegen weiterhin im Streit über Sicherheit und Zeitplan – die Lage bleibt dynamisch.