13 January 2026, 00:24

Ratingen: Polizei greift mit Sonderkontrollen gegen E-Scooter-Verstöße durch

Eine Gruppe von Menschen in Helmen fährt auf Fahrrädern eine Straße entlang vor dem Brandenburger Tor in Berlin, Deutschland, mit einer Person, die ein gelbes Schild mit Text hält, Laternenpfählen, Verkehrsampeln, Gebäuden, Bäumen und einem klaren blauen Himmel im Hintergrund.

Ratingen: Polizei greift mit Sonderkontrollen gegen E-Scooter-Verstöße durch

Polizei in Ratingen geht mit Sonderaktion gegen Verstöße mit E-Scootern vor

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Im Rahmen einer gezielten Kontrolle hat die Polizei in Ratingen im Projekt „zOOm“ gegen Verstöße von E-Scooter-Fahrern durchgegriffen. Im Fokus standen Fahrer, die unter Alkoholeinfluss unterwegs waren, keine Versicherung vorweisen konnten oder ihre Fahrzeuge unsicher führten. Bei den Kontrollen am 26. November kam es zu mehreren Anhalten, die in Bußgeldern und Strafanzeigen mündeten.

Die Aktion fand im Rahmen des „zOOm-Projekts“ statt, einer Präventionsinitiative der Kreispolizeibehörde Mettmann. Alle drei Monate konzentrieren sich die Beamten auf verschiedene Stadtteile, um dort gezielt auf bestimmte Problemlagen zu reagieren. Diesmal standen vor allem E-Scooter-Fahrer im Mittelpunkt.

Bei den Kontrollen wurde eine 42-jährige Frau aus Ratingen an der South-Dakota-Brücke angehalten. Sie war unter dem Einfluss von Alkohol und Drogen unterwegs – ihr Blutalkoholwert lag bei 1,2 Promillerechner. Nach deutschem Recht dürfen E-Scooter-Fahrer maximal 0,5 Promille aufweisen, wobei bereits ab 0,3 Promille eine Strafverfolgung droht, wenn Fahrunsicherheit vorliegt. Für jüngere Fahrer gelten strengere Regeln: Wer unter 21 Jahre alt ist oder sich noch in der Probezeit befindet, unterliegt einer absoluten Alkoholgrenz von 0,0 Promille. Bei Verstößen drohen Bußgelder von bis zu 500 Euro, ein einmonatiges Fahrverbot sowie zwei Punkte im Verkehrszentralregister in Flensburg.

Ein weiteres zentrales Thema war die Versicherungspflicht. Vier E-Scooter ohne gültigen Versicherungsschutz wurden sichergestellt, gegen die Fahrer wurden Strafanzeigen erstattet. Nach deutschem Recht müssen alle elektrischen Kleinstfahrzeuge – ob geliehen oder privat genutzt – wie Kraftfahrzeuge versichert sein.

Die Aktion unterstreicht die anhaltenden Probleme bei der Sicherheit und Regelkonformität von E-Scootern. Fahrer, die gegen Alkohol- oder Versicherungsvorschriften verstoßen, müssen mit rechtlichen Konsequenzen rechnen. Die Polizei betont erneut, dass E-Scooter als Kraftfahrzeuge gelten und denselben strengen Vorschriften unterliegen.