Razzien in Kölner Shisha-Bars: Schwarzarbeit, Mindestlohn-Betrug und illegaler Tabak aufgedeckt
Leokadia MansRazzien in Kölner Shisha-Bars: Schwarzarbeit, Mindestlohn-Betrug und illegaler Tabak aufgedeckt
Behörden in Köln haben eine Reihe von Kontrollen in Shisha-Bars und Nachtclubs der Innenstadt durchgeführt. Bei der Aktion wurden zahlreiche Fälle von Schwarzarbeit, Lohnverstößen und illegaler Beschäftigung aufgedeckt. Zudem beschlagnahmten Zoll- und Aufsichtsbehörden große Mengen mutmaßlich illegalen Tabaks.
Die Kölner Zollbehörde und städtische Kontrollstellen überprüften im Rahmen der Aktion 19 Shisha-Bars sowie fünf Türsteher in Nachtlokalen. Bei acht Arbeitgebern wurde festgestellt, dass sie ihre Mitarbeiter unter dem gesetzlichen Mindestlohn bezahlten. Die Ermittlungen der Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) dauern weiterhin an.
Fünf Servicekräfte standen im Verdacht, nicht bei der Agentur für Arbeit gemeldet zu sein und damit komplett "schwarz" zu arbeiten. Zwei weitere Personen werden wegen Sozialbetrugs beschuldigt. Zudem wurden ein indischer Staatsbürger und ein Ägypter ohne gültige Aufenthalts- oder Arbeitserlaubnis angetroffen. Bei den Kontrollen wurden außerdem über 200 Kilogramm Shisha-Tabak beschlagnahmt, bei dem es sich vermutlich um illegal hergestellte Ware handelt. Gegen alle betroffenen Barbetreiber, die gegen die Vorschriften verstoßen haben, wurden nun Strafverfahren eingeleitet.
Die Aktion unterstreicht die anhaltenden Probleme mit Arbeits- und Steuerrecht in Kölns Nachtleben. Die Behörden haben rechtliche Schritte gegen diejenigen eingeleitet, die gegen Arbeits- und Aufenthaltsgesetze verstoßen haben. Weitere Ermittlungen zu Schwarzarbeit und illegalem Tabakverkauf laufen noch.
