11 December 2025, 13:23

Rechtsstreit um Schabowskis historische Mauer-Notiz vor dem OVG

Ein Museums-Schild mit Text und Skulpturen darauf.

"Sofort, ohne Verzögerung": Streit um Schabowski-Vermerk vor OVG - Rechtsstreit um Schabowskis historische Mauer-Notiz vor dem OVG

'Sofort, ohne Verzögerung': Streit um Schabowski-Notiz vor dem OVG

'Sofort, ohne Verzögerung': Streit um Schabowski-Notiz vor dem OVG

'Sofort, ohne Verzögerung': Streit um Schabowski-Notiz vor dem OVG

  1. Dezember 2025, 10:37 Uhr

Eine historische Notiz des ehemaligen SED-Politbüromitglieds Günter Schabowski aus dem Jahr 1989 steht im Mittelpunkt eines Rechtsstreits. Das Dokument, das eine Schlüsselrolle bei der Öffnung der Berliner Mauer spielte, wurde für 25.000 Euro verkauft und ist nun im Haus der Geschichte in Bonn ausgestellt. Ein Journalist klagt gegen das Museum, um die Namen der Verkäufer offenzulegen – mit der Begründung, die Öffentlichkeit habe ein Recht darauf, sie zu kennen.

Die Schabowski-Notiz war ursprünglich von Günter Schabowski selbst verkauft worden, bevor sie in den Bestand des Museums gelangte. Das Haus der Geschichte weigert sich jedoch, die Identität der Verkäufer preiszugeben, und begründet dies damit, dass bei den Verhandlungen Anonymität zugesichert worden sei. Die Einrichtung argumentiert, diese Vertraulichkeit sei entscheidend, um künftige Schenkungen und Ankäufe historischer Objekte zu fördern.

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Nun muss das Oberverwaltungsgericht entscheiden, ob das Museum die Namen der Verkäufer bekannt geben muss. Das Urteil könnte richtungsweisend dafür werden, wie Institutionen künftig mit Anonymität bei Ankäufen umgehen. Bis dahin bleibt die Schabowski-Notiz in der Ausstellung – ihre vollständige Geschichte jedoch teilweise im Verborgenen.