Rekordzahl an Wildunfällen im Kreis Steinfurt: Polizei und Jäger starten Gegenoffensive
Tilo RohtRekordzahl an Wildunfällen im Kreis Steinfurt: Polizei und Jäger starten Gegenoffensive
Im Kreis Steinfurt gab es 2021 über 2.800 Wildunfälle – bundesweit die höchste Zahl. Nun arbeiten örtliche Polizei und Jäger zusammen, um die gefährlichen Zwischenfälle einzudämmen. Geplant sind neue Sicherheitsmaßnahmen und Aufklärungskampagnen, um sowohl Autofahrer als auch Tiere besser zu schützen.
Die hohe Unfallzahl liegt an den idealen Lebensbedingungen für Rehe und anderes Wild im Münsterland. Dichte Wildbestände überqueren häufig Straßen, was zu den häufigen Kollisionen führt. Augenzeugen berichten von besonders erschütternden Szenen, etwa von einer toten Ricke, die noch ein Kitz im Leib trug.
Um das Problem zu bekämpfen, werden an bekannten Unfallschwerpunkten Wildwarnreflektoren installiert. Zudem sollen mehr Wildquerungen entstehen und die Streifenfahrten intensiviert werden. Weitere Maßnahmen umfassen gezielte Bejagungen sowie fortlaufende Warnungen vor den Risiken von Raserei auf Landstraßen. Polizei und Jäger betonen, wie wichtig erhöhte Aufmerksamkeit der Fahrer ist – besonders in der Dämmerung, wenn die Tiere am aktivsten sind. Langfristige Projekte zur Unfallvermeidung sind bereits in Vorbereitung.
Die gemeinsamen Anstrengungen zielen auf sowohl kurzfristige als auch nachhaltige Lösungen ab. Reflektoren, Querungshilfen und Kontrollen sollen die Unfallzahlen senken, während Aufklärungskampagnen zu defensiverem Fahrverhalten motivieren. Das Ziel: die Straßen im Kreis Steinfurt für Wildtiere und Autofahrer gleichermaßen sicherer machen.
