Remscheid will Poser-Szene mit Parkplatzverbot und Bußgeldern stoppen
Leokadia MansRemscheid will Poser-Szene mit Parkplatzverbot und Bußgeldern stoppen
Remscheid geht mit neuen Maßnahmen gegen Störungen durch die lokale Poser-Szene vor. Die Stadt plant die Einführung eines Versammlungsverbots auf öffentlichen Parkplätzen, das gezielt Gruppen mit getunten Autos treffen soll. Bei einer Genehmigung drohen Verstöße Bußgelder von bis zu 1.000 Euro.
Besonders betroffen ist der Stadtteil Lennep, wo nachts bis zu 40 modifizierte Fahrzeuge zusammenkommen. Anwohner klagen seit Langem über Lärmbelästigung und Ruhestörungen. Es ist bereits der zweite Versuch der Stadt, das Problem in den Griff zu bekommen – ein ähnlicher Antrag war vor drei Jahren vom Rat abgelehnt worden.
Diesmal werden zusätzliche Schritte geprüft. Stadträtin Barbara Reul-Nocke schlug vor, Bodenschwellen und „Berliner Kissen“ auf den beliebten Treffpunkten der Poser einzubauen. Zudem hat die Stadt Gespräche mit Betreibern privater Parkplätze geführt, die künftig einen direkten Polizeikontakt erhalten sollen, um eigene Hausverbote durchzusetzen.
Über den Antrag wird der Rat am Donnerstag abstimmen. Bei einer Zustimmung würde das neue Verbot Zusammenkünfte auf öffentlichen Parkplätzen untersagen und Verstöße mit Strafen ahnden.
Die endgültige Entscheidung liegt nun beim Stadtrat. Bei einer Annahme könnten Behörden Verstöße sanktionieren und nächtliche Ruhestörungen eindämmen. Auch private Parkplatzbetreiber erhielten dann mehr Unterstützung, um eigene Regelungen durchzusetzen.






