Rheinberg Stadtverordnetenversammlung billigt ersten Rheinberg-Wärmeplan
Tilo RohtRheinberg Stadtverordnetenversammlung billigt ersten Rheinberg-Wärmeplan
Rheinberg zählt zu den ersten Kommunen mit einem Wärmewendeplan
Rheinberg hat als eine der ersten Städte einen Wärmewendeplan verabschiedet, der klimafreundliche Heizlösungen für die einzelnen Stadtteile vorsieht. Der Stadtrat billigte die Strategie am 11. Dezember 2025 – und liegt damit deutlich vor der gesetzlichen Frist im Jahr 2028. Laut Behörden gibt der Plan den Bürgerinnen und Bürgern klarere Orientierung bei zukunftssicheren Heizentscheidungen und Gebäudesanierungen.
Der neue Plan entstand unter der Leitung von Andreas Kock, dem Leiter des Rheinberger Klimaschutzamts. Er stellt Hausbesitzern ein breites Spektrum nachhaltiger Heizoptionen vor, darunter Wärmepumpen, Solarthermieanlagen und hybride Systeme. Auch klimafreundliche Verbrennungstechnologien wie Pellet- oder Hackschnitzelheizungen werden empfohlen.
Von langfristigen Investitionen in herkömmliche Gas- oder Ölheizungen wird hingegen abgeraten. Der Plan warnt vor kommenden Vorschriften, steigenden Netzentgelten und wachsenden CO₂-Kosten, die ältere Systeme unwirtschaftlich machen könnten. Stattdessen wird ein frühzeitiger Umstieg auf grüne Alternativen nahegelegt, um rechtliche Vorgaben zu erfüllen und finanzielle Sicherheit zu gewährleisten. Zur Unterstützung bietet das Klimaschutzamt kostenlose, neutrale Energieberatungen an – darunter „Dr. Haus“-Hausbesuche und maßgeschneiderte städtische Energieberatungen. Hausbesitzer können Termine vereinbaren oder Fragen stellen unter den Rufnummern +49 2843 171-498 oder 171-493 sowie per E-Mail an [email protected].
Ziel des Wärmewendeplans ist es, Rheinberger Haushalten die Entscheidungsfindung bei der Gebäudemodernisierung zu erleichtern. Mit klaren Empfehlungen und fachkundiger Begleitung will die Stadt den Umstieg auf nachhaltige Heizsysteme beschleunigen. Der vollständige Plan steht nun lokalen Eigentümern zur Einsichtnahme bereit.
