04 February 2026, 07:18

Rockmusik und Kerzenschein: Ein ungewöhnlicher Gottesdienst in Tiefenort begeistert

Ein Schwarz-Weiß-Foto einer Kircheninnenseite mit hölzernen Kirchenbänken, die in Reihen angeordnet sind, einer steinernen Schale in der Mitte und Kerzen auf Ständern auf beiden Seiten der Schale.

Rockmusik und Kerzenschein: Ein ungewöhnlicher Gottesdienst in Tiefenort begeistert

"Licht für alle": Rockmusik, Kerzenschein und Segen in der Tiefenorter Peterskirche

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Am 1. Februar 2026 bot die Peterskirche in Tiefenort einen ungewöhnlichen Gottesdienst – eine Mischung aus Rockmusik, Kerzenlicht und persönlichen Segenswünschen. Unter dem Motto "Licht für alle" brach die Veranstaltung in Tiefenort mit traditioneller Liturgie und zog trotz eisiger Temperaturen und eines vollen Dorfterminkalenders ein volles Haus an. Die Besucher erlebten einen Abend, der sich eher wie ein intimes Konzert als wie eine klassische Kirchenveranstaltung anfühlte.

Der Gottesdienst entfaltete sich als symbolische Reise, die die Gemeinde vom Alltag in die Themen der Offenbarung führte. Dramatische Szenen und Musik setzten den Ton, während die Band The Quiet Side – bestehend aus Mathias Gunia und Michael "Muggemicha" Gerlach – mit Gitarre, Cajón und Mundharmonika aufspielte. Ihr handgemachter Sound füllte die Kirche, begleitet von Pastor Thomas Volkmann am Keyboard, dessen Talar einen auffälligen Kontrast zur rockigen Atmosphäre bildete.

Das Programm reichte von dem lateinischen Hymnus Kyrie eleison über The Beatles' Here Comes the Sun bis hin zur ostdeutschen Rockballade Die Sucher. Hunderte Lichter verwandelten den Raum in eine gemütliche, clubähnliche Kulisse. Ein Höhepunkt war das Entzünden von Kerzen in einem großen schmiedeeisernen Fisch – jede Flamme stand für eine persönliche Hoffnung oder ein Gebet für andere.

Pastor Volkmann betonte das Thema Licht als eine Kraft, die Angst vertreibt und Veränderung bringt, und zitierte dabei den Bergmannsspruch: "Kein Licht, keine Schicht." Viele verließen den Gottesdienst mit einem persönlichen Segen, was eine Atmosphäre von Wärme und Verbundenheit schuf. Nach dem offiziellen Teil blieben die Menschen noch draußen stehen, plauderten und stärkten so den Gemeinschaftsgeist der Veranstaltung.

Der "Licht für alle"-Gottesdienst verband Musik, Ritual und Offenheit zu einem Abend, der sich deutlich von herkömmlichen Andachten abhob. Noch lange nach dem letzten Lied blieb die Peterskirche lebendig, während die Besucher in Gesprächen verweilten. Der Erfolg der Veranstaltung zeigte, wie die Verbindung von Tradition und Kreativität Menschen zusammenbringen kann – selbst an einem kalten Winterabend.