S11-Ausbau zwischen Bergisch Gladbach und Köln startet mit drei Jahren Verspätung
Marie-Theres SegebahnS11-Ausbau zwischen Bergisch Gladbach und Köln startet mit drei Jahren Verspätung
Ausbau der S11-Bahnstrecke zwischen Bergisch Gladbach und Köln überwindet wichtige Hürde
Nach jahrelangen Verzögerungen hat der Ausbau der S11-Bahnlinie zwischen Bergisch Gladbach und Köln eine entscheidende Phase erreicht. Nordrhein-Westfalen (NRW) hat 305 Millionen Euro für das Projekt zugesagt, wodurch sich das Gesamtbudget auf 836 Millionen Euro erhöht. Doch mit den Bauarbeiten wird frühestens 2027 begonnen – drei Jahre später als ursprünglich geplant.
Ursprünglich sollte das Projekt bereits 2024 starten, doch es gab immer wieder Rückschläge. Als Gründe nannten Verantwortliche Planungsverzögerungen, fehlende Genehmigungen, steigende Kosten sowie Streitigkeiten über die Finanzierung zwischen Bund und Landesbehörden. Der Bund steuert 531 Millionen Euro bei, NRW übernimmt die verbleibenden 305 Millionen.
Mit den Bauarbeiten wird nun frühestens gegen Ende 2030 gerechnet, wobei noch kein verbindlicher Zeitplan vorliegt. Die ersten größeren Einschränkungen für Pendler gibt es bereits Anfang 2026, kurz nach Ostern; weitere Sperrungen sind geplant. Die Bahnhöfe Holweide und Dellbrück werden vom 9. Juli bis zum 15. Oktober 2027 umgebaut.
Der Ausbau umfasst ein zweites Gleis entlang der S11-Strecke, Modernisierungen am Bahnhof Bergisch Gladbach sowie einen neuen Haltepunkt in Köln-Kalk West. Alle Stationen erhalten barrierefreie Zugänge und neue Mittelbahnsteige. Nach Fertigstellung sollen die Züge im 10-Minuten-Takt verkehren, in Stoßzeiten fast alle fünf Minuten.
NRW-Verkehrsminister Oliver Krischer erwartet, dass alle Baugenehmigungen noch in diesem Sommer vorliegen. Die DB InfraGO, die Infrastrukturtochter der Deutschen Bahn, kann nun Ausschreibungen starten und Gleissperrungen planen. Ungewiss bleibt jedoch, ob das zweite Gleis wie vorgesehen Anfang 2032 fertiggestellt wird – mögliche Konflikte mit anderen Projekten könnten den Zeitplan gefährden.
Ziel des S11-Ausbaus ist es, die Kapazitäten und die Barrierefreiheit für tausende Pendler zu verbessern. Die Arbeiten werden jedoch jahrelange Behinderungen mit sich bringen, wobei die ersten großen Sperrungen 2026 beginnen. Die endgültigen Kosten und der Fertigstellungstermin hängen davon ab, wie schnell die anstehenden Planungsherausforderungen gelöst werden.






