Schalke 04 rutscht in die Krise – Formtief und Machtkämpfe gefährden die Saison
Leokadia MansSchalke 04 rutscht in die Krise – Formtief und Machtkämpfe gefährden die Saison
FC Schalke 04 steckt in wachsender Krise nach Formtief und internen Konflikten
Der FC Schalke 04 steht vor zunehmenden Turbulenzen, nachdem die Mannschaft nach einem deutlichen Leistungseinbruch und internen Streitigkeiten in eine schwere Krise geraten ist. Das Team, das noch vor kurzem die 2. Bundesliga anführte, ist nun seit fünf Spielen ohne Sieg – eine Entwicklung, die bei Spielern, Mitarbeitern und Fans Frustration auslöst. Abseits des Platzes eskalieren die Spannungen zwischen den Trainern, während die Proteste der Anhänger gegen den ehemaligen Präsidenten Clemens Tönnies immer schärfer werden.
Die Probleme begannen nach einer überzeugenden ersten Saisonhälfte. Zur Winterpause führte Schalke die Tabelle mit 40 Punkten und der besten Defensive der Liga an – bei nur zehn Gegentoren. Doch 2024 brach die Form ein: Vier Spiele ohne Sieg, darunter eine 0:2-Derbyniederlage gegen den VfL Bochum, warfen die Mannschaft auf den zweiten Platz zurück. Nun beträgt der Vorsprung auf den Relegationsplatz nur noch zwei Punkte.
Auf dem Platz kämpft die Mannschaft mit Ballbesitz – die Quote von durchschnittlich 44,9 % ist ligaweit die schlechteste – und einer schwachen Offensive, die in 17 Spielen lediglich 22 Tore erzielte. Der im Winter verpflichtete Dejan Ljubičić, der mit großen Erwartungen kam, konnte bisher nicht überzeugen. Sein Vertrag enthält eine Ausstiegsklausel in Höhe von einer Million Euro für den Fall, dass der Aufstieg verpasst wird – ein zusätzlicher Druckfaktor.
Hinter den Kulissen eskalierte ein Streit während einer Trainingseinheit, als Cheftrainer Miron Muslić mit dem Stab aneinandergeriet, weil es um die Vorbereitung der Ersatzspieler ging. U19-Trainer Norbert Elgert kritisierte die Entscheidung, den Fokus auf die Reservisten zu legen, und argumentierte, dass der 18-jährige Talent Mika Wallentowitz stattdessen für die Jugendmannschaft hätte spielen sollen. Elgerts Ausbruch führte zu einem Gespräch mit Sportdirektor Frank Baumann, an dem Muslić jedoch nicht teilnahm. Wallentowitz, der in den Konflikt geraten war, wurde für das Spiel gegen Dynamo Dresden nicht in den Kader der Profis berufen.
Auch die Fans zeigen sich zunehmend verärgert: Ultra-Gruppen entrollten beleidigende Transparente gegen Tönnies. Eine Gruppe ehemaliger Funktionäre und Sponsoren forderte daraufhin rechtliche Schritte gegen die Anhänger. Der Verein verteidigte zwar in einer Stellungnahme die Meinungsfreiheit, rief aber gleichzeitig zu Einheit und respektvollem Verhalten auf.
Schalke steht nun vor einer entscheidenden Phase – sowohl sportlich als auch intern. Mit schwindenden Aufstiegschancen und wachsenden Gräben innerhalb des Vereins muss die Mannschaft ihren Abwärtstrend schnell stoppen, um weitere Konsequenzen zu vermeiden. Gleichzeitig erhöht der Streit um Fanproteste und Trainerquerelen den Druck auf ein Team, das einst als klarer Aufstiegsfavorit galt.
Neue Verpflichtung des Trainers löst interne Spannungen aus
Der aktuelle Konflikt zwischen den Trainern bei FC Schalke 04 geht auf die Verpflichtung von Miron Muslić im Jahr 2025 zurück. Der 42-jährige Österreicher kam von Plymouth Argyle und hat einen Vertrag bis 2027. Seine Führung ist nun Mittelpunkt der Streitigkeiten mit U19-Trainer Norbert Elgert, während sich Spannungen über die Spielerauswahl und den Trainingsfokus verschärfen.