14 January 2026, 18:45

Schiedsleute diskutieren auf Schloss Neersen über die Zukunft der Konfliktlösung

Eine Schwarz-Weiß-Radierung einer Gruppe von Menschen, die vor einer Burg kämpfen, mit einer Wand auf der linken Seite und Text oben.

Schiedsleute diskutieren auf Schloss Neersen über die Zukunft der Konfliktlösung

Krefeld-Moerser Bezirksverband der Schiedsleute trifft sich auf Schloss Neersen in Willich zur Zukunft der Konfliktlösung

Kürzlich kamen die Schiedsleute des Krefeld-Moerser Bezirksverbands auf Schloss Neersen in Willich zusammen, um über die Zukunft der außergerichtlichen Streitbeilegung zu diskutieren. Die Veranstaltung vereinte Richter, Mediatoren und kommunale Vertreter, um die Bedeutung der gütlichen Konfliktlösung außerhalb der Gerichte zu unterstreichen. Die Organisatoren lobten die Unterstützung der Stadt sowie das Engagement der ehrenamtlichen Schiedsleute, die maßgeblich zur Entschärfung von Spannungen in den Gemeinden beitragen.

Als Veranstaltungsort wurde Schloss Neersen gewählt – ein Symbol für Willichs Verpflichtung zur fördernden Begleitung der ehrenamtlichen Schlichtungsarbeit. Ulrich Liebscher, Vertreter des Krefeld-Moerser Schiedsamts, würdigte sowohl den Standort als auch die kontinuierliche Rückendeckung der Stadt für das Projekt. Auch Guido Goertz, Landtagsabgeordneter und stellvertretender Bürgermeister, betonte in seiner Rede, wie wichtig die Arbeit der Ehrenamtlichen für den sozialen Zusammenhalt in eng verbundenen Nachbarschaften sei.

Im Rahmen der Versammlung wurde Jacqueline Mende aus Nettetal einstimmig zur neuen Vorsitzenden des Bezirksverbands gewählt. Jürgen Klein aus Moers übernahm die Geschäftsführung des Bundesverbands Deutscher Schiedsleute. Gleichzeitig verabschiedeten sich die langjährigen Schiedsleute Carla Walter und Clemens Braun aus ihren Führungspositionen, bleiben der Konfliktvermittlung in Willich und der Region jedoch weiterhin verbunden. Dr. Axel Schröder, Direktor des örtlichen Amtsgerichts, forderte eine stärkere öffentliche Wahrnehmung der Schlichtungsstellen und verwies auf deren wachsende Bedeutung für die effiziente Beilegung von Streitfällen. Dr. Bernd Wermeckes, Präsident des Landgerichts Krefeld, unterstützte diese Forderung und hob hervor, wie sehr die Justiz auf die Arbeit der Schiedsleute angewiesen sei, um Gerichtsverfahren zu vermeiden. Das Schiedsamt selbst bietet eine praxisnahe, bürokratiearme Alternative, um Alltagskonflikte zu schlichten, bevor sie eskalieren.

Die Veranstaltung unterstrich den Wert der Mediation bei der Entlastung der Gerichte und der Stärkung des Gemeinschaftsgefüges. Mit der neuen Führungsetage will der Verband die öffentliche Bekanntheit und Nutzung der Schlichtungsdienste ausbauen. Dabei bleiben die Unterstützung der Stadt Willich und das Engagement der Ehrenamtlichen entscheidend für den Erfolg der Initiative.

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