Schließfach-Versicherung: Warum Ihre Wertsachen oft ungeschützt sind
Marie-Theres SegebahnSparkasse Gelsenkirchen: Wie schlecht sind Bankschließfächer anderswo versichert - Schließfach-Versicherung: Warum Ihre Wertsachen oft ungeschützt sind
Viele deutsche Banken versichern den Inhalt von Schließfächern nicht automatisch – oder bieten nur einen minimalen Schutz. Kunden sind sich dieser Einschränkungen oft nicht bewusst und setzen so ihre Wertgegenstände unnötigen Risiken aus. Eine aktuelle Auswertung der Versicherungsbedingungen zeigt erhebliche Unterschiede bei den großen Instituten.
Bei der Hamburger Sparkasse (Haspa) sind die Inhalte der Schließfächer standardmäßig bis zu 40.000 Euro versichert. Ganz anders sieht es bei der Sparkasse Gelsenkirchen aus, wo die Deckungssumme bei nur 10.300 Euro liegt. Die Deutsche Bank hingegen bietet überhaupt keinen automatischen Versicherungsschutz an. Stattdessen müssen Kunden eine separate Police abschließen – selbst in Großstädten wie Berlin.
Die Berliner Sparkasse gewährt immerhin eine begrenzte Absicherung von 15.000 Euro, doch viele Banken schließen Bargeld von der Versicherung aus, es sei denn, es wird ein Zusatzschutz vereinbart. Manche Kunden verzichten auf solche Policen wegen der zusätzlichen Kosten oder aus Diskretionsgründen. Experten warnen jedoch: Ohne ausreichenden Versicherungsschutz können Diebstahl oder Schäden zu erheblichen Verlusten führen. Zwar sind Banken gesetzlich verpflichtet, Schließfächer zu sichern, doch im Streitfall ist der Nachweis von Fahrlässigkeit oft schwierig. Selbst wenn eine Versicherung besteht, liegen die Auszahlungen selten über einigen Zehntausend Euro – für hochwertige Gegenstände reicht das in vielen Fällen nicht aus.
Da es keine einheitlichen Versicherungsregeln gibt, sollten Kunden ihre Verträge genau prüfen. Ohne ausreichende Absicherung bleiben Wertsachen in Schließfächern verwundbar. Finanzexperten raten dringend zu einem zusätzlichen Schutz, um böse Überraschungen zu vermeiden.
