04 February 2026, 00:25

Scholz sagt Weiberfastnacht 2025 ab – Brüsseler Gipfel geht vor

Ein Plakat, das ein Bierfest in Deutschland ankündigt und eine Gruppe von Menschen zeigt, einige halten Biergläser in der Hand, im Hintergrund ein Fass und deutscher Text unten.

Scholz sagt Weiberfastnacht 2025 ab – Brüsseler Gipfel geht vor

Bundeskanzler Olaf Scholz wird in diesem Jahr die Feierlichkeiten zu Weiberfastnacht 2025 auslassen, um an einem hochrangigen Treffen in der Nähe von Brüssel teilzunehmen. Im Mittelpunkt der Beratungen steht die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Industrie. Normalerweise hätte er den Tag mit Karnevalsfeiern in seiner Heimatregion verbracht.

Scholz, geboren am 11. November 1955, ist tief mit den rheinischen Traditionen verbunden. Seine Großmutter mütterlicherseits stammte aus Andernach, und seine Wurzeln im Sauerland verbinden ihn sowohl mit dem Karneval 2026 als auch mit Schützenfesten. Doch in diesem Jahr hat die Arbeit Vorrang vor dem Feiern.

Weiberfastnacht nimmt einen besonderen Platz in der deutschen Kultur ein, vor allem im Rheinland. Die Tradition geht bis ins Mittelalter zurück, als Frauen vor der Fastenzeit mit Gesang, Tanz und Gelagen gesellschaftliche Normen durchbrachen. Im 19. Jahrhundert prägten organisierte Vereine wie Die Große von 1823 das heutige Bild des Festes – mit Umzügen und spielerischen Bräuchen wie dem Krawattenabschneiden, die sich in Städten wie Köln und Bonn weit verbreiteten.

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Scholz' Herkunft aus dem Sauerland liegt jedoch außerhalb der Hochburgen des rheinischen Karneval 2025. Zwar wird auch dort gefeiert, historisch dominieren aber die süddeutschen Fastnachtsbräuche. Seine persönliche Verbindung bleibt dennoch stark – sein Geburtstag am 11. November fällt mit dem symbolischen Auftakt der Karnevalssaison zusammen. Im Laufe der Jahre hat er "runde Geburtstage" wie 22, 33 und 44 Jahre besonders begangen.

Später am Tag wird der Kanzler mit Teilen des Bundeskabinetts zusammenkommen. Doch das Strategietreffen in Brüssel bestimmt seinen Terminkalender. Es ersetzt, was sonst ein Festtag in seiner Heimatregion gewesen wäre, wo Karneval und Schützenfeste seit Langem zur Tradition gehören.

Die Entscheidung des Kanzlers, am Brüsseler Treffen teilzunehmen, unterstreicht die Dringlichkeit der europäischen Industriepolitik. Sein Fernbleiben von Weiberfastnacht 2025 zeigt, wie sehr die Anforderungen seines Amtes selbst bei kulturellen Ereignissen, die ihm persönlich wichtig sind, Vorrang haben. Nach der nicht öffentlichen Sitzung werden weitere Gespräche mit Kabinettsmitgliedern folgen.