„Schrott“-Urteil bei *Hermes für Rares*: YouTuber HandOfBlood kontert die Experten
Leokadia Mans„Schrott“-Urteil bei *Hermes für Rares*: YouTuber HandOfBlood kontert die Experten
Eine aktuelle Folge von Hermes für Rares nahm eine ungewöhnliche Wendung, als das Schwert eines YouTubers von den Moderatoren der Sendung kurzerhand als "Schrott" abgetan wurde. Während der Live-Übertragung auf Twitch am 24. November 2025 präsentierte Maximilian "HandOfBlood" Knabe eines seiner wertvollsten Stücke – doch statt Begeisterung löste es eine hitzige Debatte über Echtheit und Wert aus.
Knabe, im Netz besser bekannt als HandOfBlood, brachte das Schwert in die langjährige ZDF-Sendung mit, wo die Moderatoren Peter von PietSmiet und Horst Lichter es umgehend als wertlos einstuften. Ihrer Meinung nach fehle es dem Stück an historischer Bedeutung – es handele sich schlicht um Altmetall. Doch Knabe widersprach: Er habe nie behauptet, es sei eine Antiquität, betonte jedoch seinen persönlichen Wert.
Das Schwert hatte er Jahre zuvor auf einem Mittelaltermarkt von einem Schmied erworben, der nur gebrochenes Deutsch sprach. Seine Herkunft blieb unklar, doch Knabe bestand darauf, dass es sich um ein funktionales Stück handele, keineswegs um eine Fälschung. Unterstützung erhielt er später vom Historiker Felix Klein, dem Macher des YouTube-Kanals Geschichtsfenster. Ende Dezember 2025 bestätigte Klein, dass es sich um eine Bühnenkampf-Replik handele – für Aufführungen konzipiert, nicht für historische Authentizität.
Die Folge markierte einen Meilenstein für Hermes für Rares: Durch die Live-Übertragung auf Twitch erreichte die Sendung ein jüngeres Publikum – nicht zuletzt dank Peters Mitwirkung. Die Kooperation zeigte einen bewussten Schritt in digitale Räume und verband klassisches Fernsehen mit moderner Online-Content-Erstellung.
Die Bewertung des Schwerts führte zu einer öffentlichen Kontroverse über seine Beschaffenheit, wobei Experten Knabes Aussagen später bestätigten. Zudem erwies sich der Twitch-Stream als voller Erfolg und lockte neue Zuschauer zum jahrzehntealten Format. Für Hermes für Rares könnte das Experiment den Weg in eine hybride Unterhaltungszukunft weisen.
