Solingen diskutiert zivil-militärische Zusammenarbeit für mehr Innere Sicherheit
Tilo RohtSolingen diskutiert zivil-militärische Zusammenarbeit für mehr Innere Sicherheit
Solingen veranstaltete kürzlich eine Konferenz zur Inneren Sicherheit mit Fokus auf zivil-militärische Zusammenarbeit angesichts wachsender Bedrohungen. Die von der Mittelstands- und Wirtschaftsunion (MIT) organisierte Veranstaltung brachte Militärvertreter, Kommunalpolitiker und Einsatzkräfte zusammen. Die Redner betonten die Notwendigkeit größerer Widerstandsfähigkeit, um kritische Infrastrukturen und demokratische Werte zu schützen.
Die unter dem Titel "Innere Sicherheit in Zeiten erhöhter Bedrohungen – Wie sieht zivil-militärische Zusammenarbeit aus?" stehende Veranstaltung zählte Generalmajor Andreas Henne, Kommandeur der Abteilung Territoriale Aufgaben der Bundeswehr, zu ihren Hauptrednern. Er skizzierte ein hypothetisches Szenario koordinierter Angriffe auf zivile Infrastrukturen bis zum Jahr 2028. Um solchen Risiken zu begegnen, forderte er Verbesserungen in der mentalen Vorbereitung, den organisatorischen Strukturen und der militärischen Einsatzbereitschaft.
Gerlinde Steingrüber, Vorsitzende der MIT Solingen, eröffnete die Diskussion mit einem Appell zum Schutz von Frieden, Freiheit und Demokratie. Eine widerstandsfähige Gesellschaft sei entscheidend, um diese Werte zu bewahren, so Steingrüber. Ihre Worte fanden Rückhalt bei Jan Welzel, Leiter der öffentlichen Ordnung und Sicherheit in Solingen, der betonte, die Stadt sei beim Schutz ihrer Wasser-, Strom- und Gasnetze "auf dem richtigen Weg".
Markus Röhrl, Polizepräsident des Bergischen Städtedreiecks, erläuterte, wie die Behörden in Krisenlagen ihre Verantwortlichkeiten koordinieren. Er unterstrich die Bedeutung klarer Kommunikation zwischen den Behörden. Die Veranstaltung machte zudem deutlich, wie essenziell die Zusammenarbeit zwischen Bundeswehr, Polizei, Feuerwehr, Katastrophenschutz, Deutschem Roten Kreuz, Technischem Hilfswerk (THW) und Kommunalverwaltung ist. Die Teilnehmer hoben hervor, dass schnelle und abgestimmte Maßnahmen von diesen Partnerschaften abhängen.
Nach den Vorträgen vertieften die Teilnehmer die Themen in kleineren Arbeitsgruppen. Viele zeigten sich überzeugt von Solingens Bemühungen, eine sicherere und widerstandsfähigere Stadt zu werden.
Die Konferenz endete mit einem gemeinsamen Verständnis der vorliegenden Herausforderungen. Lokale und militärische Führungskräfte waren sich einig, dass der Schutz kritischer Infrastrukturen kontinuierliche Zusammenarbeit erfordert. Solingens Initiativen, verbunden mit übergreifenden Resilienzstrategien, zielen darauf ab, die Fähigkeit der Stadt zur Bewältigung zukünftiger Bedrohungen zu stärken.






