Solingen reorganisiert Nachhaltigkeitsstrukturen - Stadt betont Kontinuität und Stärkung wichtiger Zukunftsthemen
Annerose KensySolingen reorganisiert Nachhaltigkeitsstrukturen - Stadt betont Kontinuität und Stärkung wichtiger Zukunftsthemen
Solingen reformiert Nachhaltigkeitsstrukturen – Stadt betont Kontinuität und Stärkung zentraler Zukunftsthemen
Solingen – Die Stadt Solingen baut ihre Verwaltungsstrukturen im Bereich Nachhaltigkeit und Klimaschutz um – und stellt klar: Die langjährige Nachhaltigkeitsstrategie bleibt ein fester Bestandteil der kommunalen Politik. Oberbürgermeister Tim Kurzbach und die Verwaltung betonen, dass die aktuellen organisatorischen Änderungen keine Kürzung darstellen, sondern eine Weiterentwicklung und Stärkung des Nachhaltigkeitsprozesses bedeuten.
Solingen gestaltet Nachhaltigkeit und Klimaschutz neu – und setzt auf tiefgreifendere Verankerung
Die Stadt Solingen reformiert ihr Vorgehen in den Bereichen Nachhaltigkeit und Klimaschutz. Die Verantwortlichen versichern, dass die Umstrukturierung ökologische Ziele noch stärker in allen Verwaltungsbereichen verankern werde. Gerüchte, die Änderungen deuteten auf einen Rückzug von bestehenden Verpflichtungen hin, werden zurückgewiesen.
Das bisherige Nachhaltigkeits- und Klimaschutz-Team wird aufgelöst. Seine Aufgaben werden künftig auf verschiedene Fachbereiche verteilt, um Abläufe zu straffen und Zuständigkeiten klarer zu regeln. Federführend für die Koordination bleibt das Amt für Natur und Umwelt, das sicherstellt, dass Nachhaltigkeit ein dauerhafter Schwerpunkt bleibt.
Zwei zentrale Akteure treiben die Umsetzung voran: die Stadtentwicklungsgesellschaft Solingen (SEB) und der Verein KlimaBündnis Solingen e.V. Während die SEB operative Aufgaben wie Energieeffizienz und Grünflächenmanagement übernimmt, koordiniert das KlimaBündnis Netzwerke und Projekte auf Basis des Klimaschutzaktionsplans 2023–2030. Die politische Steuerung erfolgt über den neu geschaffenen Unterausschuss für Nachhaltigkeit, Naturschutz und Klimaschutz (UNNK) sowie den Ausschuss für Stadtentwicklung, Wohnen, Klimaschutz und Mobilität (ASWKM). Die Stadt sichert zudem weiterhin finanzielle und personelle Ressourcen für Nachhaltigkeitsinitiativen zu.
Bewährte Maßnahmen bleiben bestehen – darunter 37 „Orte des Wandels“, die frühe kommunale Wärmeplanung sowie energiepolitische Programme. Schulen, Kitas und lokale Akteur:innen bleiben in die Gestaltung künftiger Vorhaben eingebunden. Solingen trägt zwei bedeutende Auszeichnungen: Es ist Modellkommune „Globale Nachhaltige Kommune NRW“ und „Europäische Energie- und Klimaschutzkommune“. Die Verwaltung argumentiert, dass die Reform diese Verpflichtungen nicht schwäche, sondern gezielt stärke.
Ziel der Neuerungen ist es, Nachhaltigkeit in allen Ebenen der Stadtverwaltung zu verankern. Bürger:innen und Partner:innen erhalten weiterhin Möglichkeiten, sich im Klimaschutz zu engagieren. Solingen ist überzeugt, dass der Wandel zu einem besser koordinierten und wirksameren Vorgehen bei der Erreichung der langfristigen Umweltziele beiträgt.
