28 June 2026, 00:27

Solingens Innenstadt im Abwärtssog: Leerstand, fehlende Begegnungsorte und fehlender Masterplan

Former SPD-Landtagsabgeordneter Ernst Martin Walsken präsentiert Konzept für Solingens Innenstadt

Solingens Innenstadt im Abwärtssog: Leerstand, fehlende Begegnungsorte und fehlender Masterplan

Solingens Innenstadt kämpft mit Leerstand, schrumpfendem Angebot und mangelnden Begegnungsstätten

Die Solinger City leidet unter leerstehenden Läden, einem zurückgehenden Warenangebot und fehlenden Orten zum Essen oder geselligen Beisammensein. Langjährige wirtschaftliche und soziale Probleme haben das Viertel in einen prekären Zustand versetzt. Der Niedergang vollzog sich über Jahre hinweg schleichend, aber stetig.

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Die Ursachen für den Abwärtstrend liegen nur teilweise in Solingens Hand. Wichtige Dienstleistungen sind in größere Städte abgewandert, Industriearbeitsplätze wurden ins Ausland verlagert, und Discountketten sowie der Onlinehandel dominieren mittlerweile den Einzelhandel. Lokale Verantwortliche haben zwar Einzelprojekte und Fachstrategien angestoßen, doch ein übergreifender Plan zur Bewältigung der strukturellen Herausforderungen fehlt bisher.

Nun gilt ein umfassendes Gesamtkonzept als unverzichtbar. Es muss den gesamten Rings um das Zentrum einbeziehen und städtebauliche, soziale, kulturelle, klimatische, verkehrstechnische sowie gemeinwesenorientierte Aspekte berücksichtigen. Auch angrenzende Bereiche wie die Mangenberger Straße, Friedrichstraße, der Graf-Wilhelm-Platz und das Werwolf-Viertel sollten einbezogen werden.

Die Ausarbeitung des Plans soll unter Bürgerbeteiligung und mit externer Fachkompetenz erfolgen, wobei die Stadtspitze den Prozess steuert. Es braucht sofortiges Handeln – bereits in der Planungsphase müssen Weichen für künftige Entwicklungen und stabilere kommunale Finanzen gestellt werden. Konkrete Maßnahmen umfassen etwa bessere Vernetzung zwischen der Glasernen Werkstatt und lokalen Technologiezentren, den Ausbau von Studentenwohnheimen, eine dezentralere Gesundheitsversorgung sowie digitale Unterstützungsangebote.

Entscheidend für die Wiederbelebung ist die Ansiedlung einer modernden, mobilen und gut verdienenden Bevölkerung. Dafür sind mehr Kita-Plätze, verbesserte weiterführende Schulen und zuverlässige Regionalbahn-Anbindungen nötig. Ohne diese Schritte droht der negative Trend anzudauern.

Quelle