Solingens stillgelegte Kirchen: SPD drängt auf rasche Umnutzungsstrategie bis 2030
Annerose KensySolingens stillgelegte Kirchen: SPD drängt auf rasche Umnutzungsstrategie bis 2030
Die Zukunft stillgelegter Kirchen in Solingen wird zunehmend zu einem drängenden Problem. Die SPD-Fraktion im Stadtrat fordert eine rasche Strategie zur Umnutzung dieser Gebäude. Viele der Bauwerke, darunter die Lutherkirche, drohen ohne entsprechende Planung verloren zu gehen.
Ernst Lauterjung, der neue Vorsitzende der SPD-Fraktion, verlangt einen langfristigen Plan für Kirchengebäude über das Jahr 2030 hinaus. Er betont, wie wichtig eine frühzeitige Zusammenarbeit zwischen Kirchen und politischen Verantwortlichen sei. Ohne diese könnten bedeutende Wahrzeichen wie die Lutherkirche dauerhaft ungenutzt bleiben.
Die SPD wird in Kürze erste Vorschläge vorlegen und Beispiele aus anderen Städten prüfen. Ziel ist eine enge Abstimmung mit den Gemeinden, auch wenn die Stadt keine vollständige finanzielle oder organisatorische Verantwortung übernehmen kann. Stattdessen brauche es einen gemeinsamen Prozess, um nachhaltige Lösungen zu entwickeln.
Mögliche neue Nutzungen der Gebäude reichen von Wohnraum über Kulturstätten bis hin zu Begegnungszentren. Kirchen in Solingen dienen bereits heute als soziale Ankerpunkte und prägen die Identität der Stadt. Das Ziel ist, sie auch nach ihrer Profanierung sinnvoll zu erhalten.
Der Vorstoß der SPD für eine abgestimmte Strategie unterstreicht den Handlungsbedarf. Ohne klare Pläne könnten stillgelegte Kirchen verfallen oder unwiederbringlich verloren gehen. Die nächsten Schritte erfordern die Zusammenarbeit von Politik, Kirchengemeinden und der breiten Öffentlichkeit.






