Steuergeld für Habeck-Doku: Warum ein Film über den Ex-Vizekanzler die Gemüter erhitzt
Tilo RohtSteuergeld für Habeck-Doku: Warum ein Film über den Ex-Vizekanzler die Gemüter erhitzt
Ein neuer Dokumentarfilm über den ehemaligen deutschen Vizekanzler Robert Habeck hat für Aufsehen gesorgt, nachdem bekannt wurde, dass Steuergelder seine Produktion mitfinanziert haben. Der unter dem Titel 'Jetzt. Wohin.' erschienene Film begleitet Habecks Wahlkampf 2025 sowie die Umfragekämpfe seiner Partei. Kritiker werfen dem Projekt vor, ein 'mit öffentlichen Mitteln finanzierter Personenkult' zu sein, und fordern ein Ende der staatlichen Filmförderung.
Die Dokumentation erhielt insgesamt 270.793,95 Euro aus drei Quellen: dem 'Deutschen Filmförderfonds', der 'Filmförderungsanstalt' (FFA) und der 'Film- und Medienstiftung NRW'. Sabine Bentlage, seit 2010 Leiterin der Förderabteilung der Stiftung, bewilligte die Mittel für das Projekt. Habeck selbst erhielt nach eigenen Angaben keine Einnahmen aus dem Film.
Der Trailer zu 'Jetzt. Wohin.' wurde vor der Premiere am 7. Dezember bereits über 20.000 Mal auf YouTube aufgerufen. Doch die Produktion steht massiv in der Kritik. Der konservative Kommentator Boris Reitschuster bezeichnete sie als 'reinen Personenkult' und verurteilte die Verwendung von Steuergeldern. Der Unternehmer Rainer Zitelmann ging noch weiter und forderte angesichts der Enthüllungen die vollständige Abschaffung der Filmförderung. Zudem gibt es Vorwürfe der Vetternwirtschaft - Gegner fragen, ob die öffentlichen Fördergremien bei der Unterstützung des Films Bevorzugung gezeigt hätten.
Die Debatte wirft einmal mehr Fragen über das deutsche System der Filmförderung auf. Die Veröffentlichung des Dokumentarfilms wird wie geplant stattfinden, doch die Rufe nach einer Reform werden lauter. Die Mitfinanzierung politischer Filme durch Steuerzahler steht nun erneut auf dem Prüfstand.
