19 April 2026, 06:32

Tagebau Garzweiler nimmt nach Kontaminationsverdacht Arbeit wieder auf

Großer Tagebau auf einem Schotterfeld mit verstreuten Steinen und Pflanzen, umgeben von Bäumen, Gebäuden und einem Schuppen unter einem bewölkten Himmel, stellvertretend für die kanadische Bergbauausweitung.

Wiederaufnahme der Abfallentsorgung im Tagebau Garzweiler genehmigt - Tagebau Garzweiler nimmt nach Kontaminationsverdacht Arbeit wieder auf

Im Tagebau Garzweiler sind die Arbeiten nach einer vorübergehenden Unterbrechung wegen des Verdachts illegaler Bodenablagerungen wieder aufgenommen worden. Die Behörden hatten die Aktivitäten Anfang dieses Jahres ausgestoppt, nachdem der Verdacht aufgebracht worden war, dass kontaminiertes Material auf das Gelände verbracht worden sein könnte. Eine gründliche Prüfung hat nun den Weg für die weitere Verfüllung unter strengen Auflagen freigemacht.

Die Bezirksregierung Arnsberg gab nach monatelangen Fachanalysen grünes Licht für die Fortsetzung der Arbeiten. Die Ermittler fanden keine eindeutigen Beweise dafür, dass fremde Materialien in der Grube abgelagert worden waren. Zwar wurde eine geringfügige Bodenbelastung festgestellt, doch kamen die Experten zu dem Schluss, dass davon kaum eine Gefahr ausgeht.

Trotz dieser Erkenntnisse bleibt die Ortung etwaiger illegal abgelagerter Böden schwierig. Die immense Größe des Tagebaus macht zufällige Probennahmen unwirksam, solange die genauen Ablagerungsstellen nicht bekannt sind. Um künftige Risiken zu minimieren, wird ein Grundwassermonitoring-System installiert, das frühzeitig auf mögliche Verunreinigungen hinweisen soll.

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Die Zentrale Fachstaatsanwaltschaft für Umweltkriminalität in Dortmund prüft den Fall weiterhin. Solange die laufenden Ermittlungen keine neuen Beweise zutage fördern, sind keine weiteren Maßnahmen geplant.

Die Verfüllungsarbeiten in Garzweiler wurden nun wieder aufgenommen, wobei sich die Behörden auf das neue Überwachungssystem verlassen, um Kontaminationsprobleme zu verhindern. Die Staatsanwaltschaft führt ihre Untersuchungen fort, derzeit sind jedoch keine zusätzlichen Schritte erforderlich. Der Betrieb des Tagebaus erfolgt unter verschärfter Aufsicht.

Quelle