02 March 2026, 23:17

Tanzprotest in Bottrop: 80 Menschen erheben ihre Stimme gegen Gewalt an Frauen

Eine Gruppe von Menschen marschiert mit einem Banner, auf dem 'Solidarität und Feminismus' steht, eine Straße entlang. Im Hintergrund sind geparkte Fahrzeuge und Gebäude unter einem klaren blauen Himmel zu sehen.

Tanzprotest in Bottrop: 80 Menschen erheben ihre Stimme gegen Gewalt an Frauen

Rund 80 Menschen versammelten sich am 14. Februar 2026 am Ernst-Wilczok-Platz in Bottrop, um gegen Gewalt an Frauen und Mädchen zu protestieren. Die Veranstaltung markierte das elfte Jahr der Beteiligung der Stadt an der weltweiten One Billion Rising-Kampagne. Trotz eisiger Temperaturen und leichtem Schneefall tanzten Aktivistinnen und Aktivisten in Solidarität mit Überlebenden von Missbrauch.

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Die Kundgebung wurde vom Frauenzentrum Courage organisiert, um auf die anhaltende Bedrohung durch männliche Gewalt aufmerksam zu machen. Das diesjährige Motto Ni una menos – Frauen in Flammen rückte Femizide in den Fokus, insbesondere Tötungen durch aktuelle oder ehemalige Partner.

Die Band A Mournful Experience sorgte mit Live-Musik für die passende Stimmung, während die Peter Frank Tanzschule die Teilnehmenden zu einer choreografierten Aufführung von Break the Chain anleitete. Unter den Anwesenden waren Bottrops Oberbürgermeister Matthias Buschfeld, Schul- und Sozialdezernentin Karen Alexius-Eifert sowie die Gleichstellungsbeauftragte Susanne Lehmann. Auch Vertreterinnen und Vertreter aus der lokalen Politik und Verwaltung beteiligten sich.

Lehmann betonte später, dass der Protest Überlebende stärken und kollektiven Widerstand zeigen solle. Die Veranstaltung findet seit 2016 jährlich in Bottrop statt, wobei die Teilnehmerzahl je nach Wetter und Bewerbung zwischen einigen Dutzend und wenigen Hundert schwankt.

Der Tanzprotest vereinte Aktivistinnen, Amtsträger und Bürgerinnen in einem sichtbaren Zeichen gegen geschlechtsspezifische Gewalt. Die Organisatorinnen unterstrichen die Notwendigkeit eines besseren Schutzes und größerer Aufmerksamkeit, um das Thema im öffentlichen Bewusstsein zu halten.