Tarifabschluss für Solinger Landesbedienstete: 5,8 Prozent mehr Gehalt in 27 Monaten
Annerose KensyTarifabschluss für Solinger Landesbedienstete: 5,8 Prozent mehr Gehalt in 27 Monaten
Neuer Tarifabschluss für Landesbedienstete in Solingen – monatelange Verhandlungen beendet
Für die Beschäftigten im öffentlichen Dienst in Solingen ist ein neuer Tarifvertrag ausgehandelt worden, der monatelange zähe Verhandlungen beendet. Betroffen sind Mitarbeiter in Schulen, Gerichten, Straßenbauämtern und anderen öffentlichen Einrichtungen. Eingeschlossen sind auch Angestellte der Hochschulen in der benachbarten Bergischen Städtedreieck-Region, etwa in Wuppertal.
Die Gespräche hatten bereits im Dezember begonnen, wobei die finalen Runden besonders intensiv verliefen. Die Gewerkschaften hatten zunächst deutlich höhere Lohnerhöhungen gefordert, verbunden mit besseren Konditionen für Schichtarbeiter und Nachwuchskräfte. Der nun erzielte Kompromiss sieht jedoch eine schrittweise Gehaltsanpassung über 27 Monate vor, die insgesamt 5,8 Prozent beträgt – mindestens jedoch 100 Euro mehr pro Monat. Auszubildende erhalten insgesamt 150 Euro zusätzlich.
Der Abschluss bringt nach langer Unsicherheit im öffentlichen Sektor wieder Stabilität. Er verhindert mögliche Warnstreiks und Dienstausfälle, die gedroht hatten. Mit nun zwei Jahren Planungssicherheit können Behörden ihre Haushalte und Personalplanung besser steuern.
Das Ergebnis orientiert sich an einem ähnlichen Tarifabschluss im kommunalen Bereich aus dem vergangenen Jahr. Zudem ist es ein Schritt hin zu gleichwertigen Arbeitsbedingungen in Ost- und Westdeutschland.
Der Vertrag garantiert tausenden Beschäftigten im öffentlichen Dienst planbare Einkommenssteigerungen. Die Angestellten in Solingen und der umliegenden Region können in den kommenden zwei Jahren mit schrittweisen Gehaltserhöhungen rechnen. Gleichzeitig entfällt das Risiko von Arbeitskämpfen – die Dienstleistungen können damit ohne Unterbrechungen aufrechterhalten werden.
