Theaterstück über Walter-Lübcke-Mord feiert Uraufführung in Castrop-Rauxel
Leokadia MansTheaterstück über Walter-Lübcke-Mord feiert Uraufführung in Castrop-Rauxel
Neues Theaterstück über den Mord an Walter Lübcke und den Aufstieg des Rechtsextremismus in Deutschland am Westfälischen Landestheater uraufgeführt
Am Westfälischen Landestheater ist ein neues Stück premiere gegangen, das sich mit der Ermordung Walter Lübckes und dem Erstarken rechtsextremer Strömungen in Deutschland auseinandersetzt. Die mit Unterstützung von Lübckes Familie entstandene Produktion thematisiert die Bedrohungen, denen Politiker ausgesetzt sind, sowie die Gefahren für die Demokratie. Karten sind ab sofort erhältlich, die Preise liegen zwischen 15 und 26 Euro.
Walter Lübcke, der damalige Regierungspräsident von Kassel, wurde am 2. Juni 2019 auf der Terrasse seines Hauses erschossen. Der Täter, Stephan Ernst, war den Behörden bereits seit den 1990er-Jahren bekannt. Zwischen 2015 und 2019 radikalisierte er sich zunehmend.
Ernst hatte am 14. Oktober 2015 eine Rede Lübckes in Lohfelden besucht. Das Stück, gefördert von der Landeszentrale für politische Bildung Nordrhein-Westfalen, beleuchtet die Ereignisse, die zum Attentat führten, und setzt sich mit übergeordneten Themen auseinander – darunter die Schikanen gegen Personen des öffentlichen Lebens und das Wachstum extremistischer Bewegungen in Germany. Karten für die Vorstellung sind beim Zentralen Kultur- und Tourismusbüro in Lünen oder über den Webshop des Kulturamts erhältlich. Ermäßigungen gibt es für Studierende, Schülerinnen und Schüler sowie Bundesfreiwilligendienstleistende.
Mit der Inszenierung möchte das Westfälische Landestheater die Umstände von Lübckes Ermordung aufarbeiten. Indem es Extremismus und demokratiegefährdende Tendenzen in den Fokus rückt, regt das Stück zur gesellschaftlichen Reflexion über diese Themen an. Die Vorstellungen sind nun für das Publikum zugänglich, mit verschiedenen Kartoptionen zur Auswahl.
