Thyssenkrupp Steel setzt auf Marie Jaroni als erste Chefin in der Krise
Annerose KensyDeutschlands größtes Stahlunternehmen hat erstmals eine Frau an der Spitze - Thyssenkrupp Steel setzt auf Marie Jaroni als erste Chefin in der Krise
Thyssenkrupp Steel Europe ernennt Marie Jaroni zur ersten weiblichen Vorstandsvorsitzenden
Das Unternehmen kündigte zudem einen umfassenden Umstrukturierungsplan an, der bis 2030 den Abbau von Tausenden Arbeitsplätzen vorsieht. Die Maßnahmen erfolgen vor dem Hintergrund wirtschaftlicher Herausforderungen und günstiger Importe aus Asien, die den Stahlmarkt unter Druck setzen.
Marie Jaroni übernahm die Führung des Unternehmens, nachdem sie zuvor den Vertrieb sowie die Transformationsprozesse bei Thyssenkrupp Steel geleitet hatte. Ihr Vertrag wurde nun bis 2030 verlängert. Ilse Henne, Vorsitzende des Aufsichtsrats, lobte Jaronis strategische Weitsicht und ihre Führungsstärke in dieser Phase des Wandels.
Aktuell beschäftigt das Unternehmen rund 27.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, doch bis 2030 soll die Belegschaft auf etwa 16.000 reduziert werden. Jaroni spielte eine zentrale Rolle bei den Verhandlungen über das Umstrukturierungspaket. Knut Giesler von der IG Metall hob ihre Fairness und ihre Fähigkeit hervor, in schwierigen Gesprächen Konsens zu schaffen.
Unterdessen hat Wilfried von Rath Dirk Schulte als Personalvorstand abgelöst, der aus persönlichen Gründen zurückgetreten war. Die personellen Veränderungen fallen in eine Zeit, in der Thyssenkrupp Steel Europe mit globaler Wirtschaftsschwäche, niedrigen Stahlpreisen und dem Wettbewerb durch asiatische Importe zu kämpfen hat.
Bis zum Ende des Jahrzehnts sollen 11.000 Stellen abgebaut werden. Die Verlängerung von Jaronis Amtszeit als Vorstandsvorsitzende unterstreicht das Vertrauen in ihre Fähigkeit, das Unternehmen durch diese turbulente Phase zu steuern. Nun liegt der Fokus darauf, die Geschäfte in einem schwierigen Marktumfeld zu stabilisieren.






