28 January 2026, 03:16

Ukrainischer Botschafter wirbt in Krefeld für wirtschaftliche Zusammenarbeit trotz Kriegsfolgen

Ein Plakat mit dem Text "Ukrainische Kulturdiplomatie-Monat in Wikipedia" in weiß gegenüber einem blauen Hintergrund, mit einer bunten Weltkarte mit einer Karte von Ukraine in der Mitte, umgeben von verschiedenen Ländern.

Ukrainischer Botschafter wirbt in Krefeld für wirtschaftliche Zusammenarbeit trotz Kriegsfolgen

Der ukrainische Botschafter in Deutschland, Oleksij Makejew, besuchte kürzlich Krefeld, um die wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen beiden Ländern zu stärken. Während seines Aufenthalts traf er sich mit lokalen Vertretern aus Politik und Wirtschaft, um Handelsmöglichkeiten und die anhaltenden Herausforderungen zu erörtern, vor denen die Ukraine steht.

Den Beginn seines Besuchs markierte die Eintragung in das Goldene Buch der Stadt im Krefelder Rathaus. Dort sprach Makejew über die verheerenden Folgen des Krieges für die ukrainische Infrastruktur, insbesondere die Zerstörung von Kraftwerken, und schilderte die Not der Zivilbevölkerung – darunter auch die seiner eigenen Mutter.

Bei einer Wirtschaftsveranstaltung rief Jürgen Steinmetz, Hauptgeschäftsführer der IHK Mittlerer Niederrhein und Ehrenkonsul der Ukraine, deutsche Unternehmen dazu auf, in der Ukraine zu investieren. Trotz des anhaltenden Konflikts betonte er das Potenzial des Landes. Derzeit exportieren deutsche Firmen jährlich Waren im Wert von rund 4,6 Milliarden Euro in die Ukraine. Auch Bürgermeister Frank Meyer nahm an den Gesprächen teil und würdigte den Durchhaltewillen des ukrainischen Volkes im Kampf um Freiheit. Zwar wurden keine konkreten Krefelder Unternehmen mit direkten Bezügen zur Ukraine genannt, doch prägen weitergehende EU-Handelsmaßnahmen – wie die Verlängerung der Zollbefreiungen bis Juni 2025 und neue EUR.1-Bescheinigungen ab Mai 2025 – die deutsch-ukrainischen Wirtschaftsbeziehungen. Der in Krefeld-Uerdingen ansässige Chemiekonzern Lanxess hält zwar seine Chromoxid-Produktion aufrecht, doch sind keine öffentlichen Berichte über Verbindungen zur Ukraine oder kriegsbedingte Störungen bekannt.

Der Besuch unterstrich Krefelds Engagement, die ukrainische Wirtschaft während des Krieges zu unterstützen. Die Gespräche des Botschafters Makejew mit Stadt- und Wirtschaftsvertretern zielten darauf ab, weitere deutsche Investitionen zu fördern. Gleichzeitig werden die bestehenden EU-Handelsregelungen weiterhin den Warenverkehr zwischen beiden Ländern prägen.

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