01 February 2026, 08:52

Unionsfraktion fordert Reformen gegen Fachkräftemangel und Wirtschaftskrise in Deutschland

Ein detaillierter alter Stadtplan von Weimar, Deutschland, der Straßen, Gebäude, Sehenswürdigkeiten und Text enthält, der Informationen über die Bevölkerung, Sehenswürdigkeiten und Straßen der Stadt bereitstellt.

Spahn drängt auf Tempo bei Reformen - Unionsfraktion fordert Reformen gegen Fachkräftemangel und Wirtschaftskrise in Deutschland

Die christlich-konservative Unionsfraktion in Deutschland drängt auf rasche Wirtschaftsreformen, um die Stagnation und den Fachkräftemangel zu bekämpfen. Jens Spahn, Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, fordert schnellere Fortschritte und warnt, dass die Beliebtheit der Regierung von einer Belebung des Wachstums abhängt. Zu seinen Vorschlägen gehören Steuererleichterungen für Überstunden sowie strengere Regeln für Teilzeitarbeit, um die Gesamtarbeitszeit zu erhöhen.

2024 verzeichnete Deutschland 61,3 Milliarden Arbeitsstunden, wobei Vollzeitbeschäftigte im Schnitt 1.335 bis 1.345 Stunden pro Jahr leisteten – darunter 13,1 bezahlte und 15,1 unbezahlte Überstunden pro Arbeitnehmer. Dennoch bleibt Teilzeitarbeit weit verbreitet: 40 Prozent der 42 Millionen Erwerbstätigen arbeiten durchschnittlich nur 18,7 Stunden pro Woche. Spahns Reformen zielen darauf ab, die Abhängigkeit von Teilzeit zu verringern und eine flexible 40-Stunden-Woche einzuführen, die den starren Acht-Stunden-Tag ersetzt.

Darüber hinaus schlägt Spahn Steueranreize vor, um Gründer und Unternehmer aus dem Ausland zurückzugewinnen. Er betont gemeinsame Ziele mit der SPD und argumentiert, dass eine Ausweitung des Arbeitsvolumens entscheidend für das Wachstum sei. Allerdings stößt seine Haltung bei der Mittelstands- und Wirtschaftsunion (MIT) auf Widerstand, die Einschränkungen bei der Teilzeitarbeit ablehnt.

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Karl-Josef Laumann, Sozialminister von Nordrhein-Westfalen und stellvertretender CDU-Vorsitzender, erklärte gegenüber dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND), Deutschland sei "ohne Wachstum kaum regierbar". Er verwies auf laufende Debatten über Sozialreformen, Rentenpolitik und eine Neuausrichtung des Sozialstaats. Laumann sprach sich zudem für eine schrittweise Anhebung des Renteneintrittsalters aus und plädierte für längere Erwerbsbiografien.

Die Pläne der Union konzentrieren sich auf Steueranreize, flexible Arbeitszeiten und die Eindämmung von Teilzeitarbeit, um den Fachkräftemangel zu bewältigen. Die Führungskräfte argumentieren, dass die wirtschaftliche Erholung für die politische Stabilität entscheidend sei. Nun stehen die Reformen zur Debatte – wobei sich bereits unterschiedliche Auffassungen zeigen, wie sich Wachstum und Arbeitsflexibilität in Einklang bringen lassen.