10 January 2026, 21:01

Vion schließt Rindfleischwerk in Hilden – 160 Jobs betroffen bis 2026

Eine Glasvitrine in einem Metzgerladen, die Tabletts mit Fleisch und Preisschildern zeigt, mit Gebäuden und Bäumen im Hintergrund und einer Decke oben.

Vion schließt Rindfleischwerk in Hilden – 160 Jobs betroffen bis 2026

Vion hat die Schließung seines Rindfleischverarbeitungsbetriebs in Hilden bis zum 28. Februar 2026 bestätigt. Die Entscheidung folgt auf einen gescheiterten Verkaufsversuch der Anlage an die Premium Food Group (PFG), den das Bundeskartellamt aus wettbewerbsrechtlichen Bedenken blockiert hatte.

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Von der Stilllegung betroffen sind rund 160 Mitarbeiter, was einen deutlichen Strategiewechsel des Unternehmens für seine deutschen Aktivitäten markiert.

Das Werk in Hilden verarbeitete einst bis zu 1.000 Tonnen Rindfleisch pro Woche, die Produktion war jedoch auf 350 bis 400 Tonnen zurückgegangen. Vion begründete die Schließung mit langfristigen strukturellen Veränderungen auf dem Markt. Ursprünglich hatte das Unternehmen geplant, sich vollständig aus Deutschland zurückzuziehen und sich stattdessen auf die Benelux-Region zu konzentrieren.

Im September 2024 hatte Vion eine Vereinbarung zum Verkauf seiner deutschen Rindfleischsparte – einschließlich des Standorts Hilden – an die PFG getroffen. Die Wettbewerbsbehörden griffen jedoch ein und verwiesen auf die bereits dominante Marktposition der PFG im Rindfleischsektor. Nach dem Scheitern des Deals sucht Vion nun erneut nach Käufern für seine deutschen Standorte.

Als mögliche Interessenten gelten laut deutscher Wirtschaftsmedien große Verarbeiter wie Tönnies, Westfleisch und das Vereinigte Fleischkontor (VFK) sowie kleinere regionale Schlachthöfe. Zwar sollen Gespräche laufen, doch bisher wurde keine verbindliche Vereinbarung für alle Standorte erzielt. Parallel verhandelt Vion mit dem Betriebsrat über Sozialpläne und Abfindungsregelungen für die betroffenen Beschäftigten.

Die Schließung des Hildener Werks verringert Vions Präsenz in Deutschland weiter. Das Unternehmen muss nun Käufer für seine verbleibenden Betriebe finden oder mit weiteren Standortschließungen rechnen. Verhandlungen mit Gewerkschaften und potenziellen Übernehmern dauern an, eine endgültige Lösung steht jedoch noch aus.