15 April 2026, 14:39

Vom Flüchtling zum Greenkeeper: Habtes bewegender Neuanfang in Köln

Eine Gruppe von Menschen mit einem Banner, auf dem "Alle Flüchtlinge sind hier willkommen" steht, und einer Flagge, mit Fahrrädern, einem Zaun, einem Straßenschild, einem Schild, Bäumen und einem bewölkten Himmel im Hintergrund.

Vom Flüchtling zum Greenkeeper: Habtes bewegender Neuanfang in Köln

Eine Ausstellung in Köln erzählt die Geschichten von Geflüchteten, die sich in Deutschland ein neues Leben aufgebaut haben. Unter ihnen ist Habte Abrahle, der 2015 aus Eritrea floh und heute als Greenkeeper arbeitet. Sein Weg – von der Überquerung der Sahara bis zum Erhalt eines festen Arbeitsplatzes – ist einer von vielen, die noch bis zum 6. Dezember in der Ausstellung Himmel un Ääd gezeigt werden.

Habte Abrahles Weg nach Deutschland war entbehrungsreich. Er durchquerte die Sahara in einem überfüllten Lastwagen, fast ohne Nahrung oder Wasser. Nach seiner Ankunft 2015 verbrachte er acht Monate in einem Zelt und weitere vier in einem Frachtcontainer.

Nach seiner vorläufigen Unterbringung besuchte er über die Initiative Welcome to Schildgen einen Deutschkurs. Dort erwarb er das B1-Zertifikat, während er lange Stunden arbeitete, um seine Familie in Eritrea und Äthiopien zu unterstützen. Trotz erster Erfahrungen mit Rassismus fand er in seiner neuen Gemeinschaft auch hilfsbereite Menschen, die ihn unterstützten.

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Um beruflich Fuß zu fassen, absolvierte Abrahle zunächst ein Praktikum als Bäcker, bevor er eine Ausbildung zum Greenkeeper begann. Seine Beharrlichkeit zahlte sich aus: Ein Golfplatz bot ihm schließlich einen unbefristeten Arbeitsvertrag an. 2021 folgte ihm seine Frau nach Deutschland, und das Paar hat mittlerweile drei Kinder.

Seine Geschichte wird am 28. November bei einer Veranstaltung mit dem Titel Angekommen – Erfahrungen und Leben in Deutschland/Schildgen vorgestellt. Zwei Geflüchtete, darunter Abrahle, berichten dort in der Ausstellung Himmel un Ääd über ihre Wege.

Die Ausstellung und die anstehende Veranstaltung rücken die Herausforderungen und Erfolge von Geflüchteten wie Abrahle in den Fokus. Sein nächster Schritt ist es, seine Deutschkenntnisse weiter zu verbessern, während er Beruf und Familienleben vereint. Die Porträts und persönlichen Berichte sind noch bis zum 6. Dezember zu sehen.

Quelle