Vom Neonazi zum Aufklärer: "Ich war der Hitler von Köln" an Memminger Schule
Marie-Theres SegebahnVom Neonazi zum Aufklärer: "Ich war der Hitler von Köln" an Memminger Schule
Axel Reitz, Autor von "Ich war der Hitler von Köln", sprach an der Fachober- und Berufsoberschule (FOS/BOS) Memmingen mit Schülerinnen und Schülern. Im Rahmen eines Vortrags, der das Bewusstsein junger Menschen für die Gefahren des Rechtsextremismus schärfen sollte, berichtete er von seinen persönlichen Erfahrungen in der Szene.
Reitz erschien in der Schule in einem burgunderfarbenen Sakko und Pullover. Hinter ihm prangte ein großes Bild: ein blasser Mann mit gegeltem blondem Haar in einem schwarzen Ledermantel. Die Bildunterschrift lautete: "Ich war der Hitler von Köln" – ein Verweis auf den Titel seines Buches und seine frühere Verstrickung in rechtsextreme Kreise.
Die Schülerinnen und Schüler hörten zu, als Reitz seinen Weg vom Extremismus hin zu Aufklärung und Bildung schilderte. Offen beantwortete er ihre Fragen und gab Einblicke in die Risiken der Radikalisierung. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand die Prävention – anhand seines eigenen Erlebnisberichts warnte er vor der Verlockung extremistischer Ideologien.
Der Vortrag bot den Jugendlichen eine ungeschönte Perspektive auf die Folgen von Extremismus. Reitz' Buch und sein persönliches Zeugnis dienen Schulen als pädagogische Instrumente im Kampf gegen Radikalisierung. Sein Besuch in Memmingen sollte kritisches Denken und sachliche Diskussionen unter jungen Menschen fördern.
