18 April 2026, 08:34

Vom Verbot zur Volkskunst: Wie der Krippentag eine 1000-jährige Tradition ehrt

Krippe in einer Kirche mit Statuen, einem Tisch mit einem Tuch und Kerzen, Stühlen, einem geschmückten Weihnachtsbaum und einer Wand im Hintergrund.

Vom Verbot zur Volkskunst: Wie der Krippentag eine 1000-jährige Tradition ehrt

Deutschland feiert jedes Jahr am 7. Dezember den Nationalen Krippentag. Das Fest ehrt eine jahrhundertealte Tradition, die die Geburt Jesu darstellt. Initiiert wurde der Gedenktag von Sven Giese, dem Gründer des "Kalenders der kuriosen Feiertage aus aller Welt".

Die ersten Krippendarstellungen waren schlicht: Sie zeigten lediglich das Jesuskind, einen Ochsen und einen Esel. Diese frühen Abbildungen fanden sich in der christlichen Kunst der Anfangszeit.

Ab der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts verbreiteten sich Krippen in italienischen Haushalten. In Bayerischen Kirchen folgten erste Ausstellungen zu Beginn des 17. Jahrhunderts. Mit der Zeit wurde die Tradition immer aufwendiger gestaltet.

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Gegen Ende des 18. Jahrhunderts kamen weitere Figuren hinzu – Hirten, Engel und die Heiligen Drei Könige. Doch 1802 führte die Säkularisation zu einem Verbot kirchlicher Krippendarstellungen. Dadurch verlagerten sich die Krippen in private Häuser. Im späten 19. Jahrhundert ermöglichte die Massenproduktion günstiger Figuren auch weniger begüterten Familien den Zugang zu dieser Tradition.

Heute hängt der Erhalt der kunstvoll gestalteten Krippen von privaten Sammlern und engagierten Vereinen ab. Ihr Einsatz bewahrt die Tradition für kommende Generationen.

Der Nationale Krippentag lenkt den Blick auf einen Brauch, der sich über hunderte Jahre entwickelt hat. Von der frühen christlichen Kunst bis in moderne Wohnzimmer bleibt die Krippe ein zentraler Bestandteil der Weihnachtsfeierlichkeiten. Der Tag würdigt sowohl ihre historischen Wurzeln als auch die Menschen, die sie heute lebendig halten.

Quelle