19 March 2026, 14:48

Vonovia wächst 2025 kräftig – doch Mietpreise und Wohnungsverkäufe sorgen für Proteste

Schwarze und weiße architektonische Zeichnung eines Hauses mit zahlreichen Fenstern und einem Dach, beschriftet als das erste Haus in Deutschland, begleitet von detaillierten Strukturplänen und Text.

Vonovia auf Wachstumskurs - Schulden schneller reduzieren - Vonovia wächst 2025 kräftig – doch Mietpreise und Wohnungsverkäufe sorgen für Proteste

Vonovia, Deutschlands größter Vermieter, meldet starkes Wachstum im Jahr 2025

Der Immobilienkonzern Vonovia verzeichnete 2025 ein kräftiges finanzielles Wachstum. Das bereinigte Ergebnis stieg um 6,0 % auf 2,8 Milliarden Euro, während der Nettogewinn um 5,3 % auf 1,54 Milliarden Euro kletterte. Doch die Mietpreiserhöhungen und der Verkauf von Wohnungen lösten in den Großstädten politischen Widerstand aus.

Die positive Bilanz des Unternehmens speist sich aus höheren Mieten, Zusatzdienstleistungen und dem Verkauf von Wohnungen. Ende 2025 besaß Vonovia rund 531.000 Wohnungen in Deutschland, Schweden und Österreich mit einem Gesamtportfolio im Wert von 84,4 Milliarden Euro. Die durchschnittliche Kaltmiete lag bei 8,38 Euro pro Quadratmeter im Monat – ein Anstieg von 4,6 % gegenüber dem Vorjahr.

Für die Aktionäre gibt es eine Dividendenerhöhung um drei Cent auf 1,25 Euro pro Aktie. Gleichzeitig verkaufte das Unternehmen 2025 insgesamt 2.333 Wohnungen und plant, in den kommenden Jahren jährlich zwischen 3.000 und 3.500 Einheiten zu veräußern, um die Schuldenlast zu verringern. Dennoch expandiert Vonovia weiter: Aktuell entstehen 4.200 neue Wohnungen, und langfristig sind auf eigenen Flächen über 65.000 weitere geplant.

Doch die Mietpreispolitik und die Verkaufsstrategie des Konzerns stoßen auf massive Kritik. Im Oktober 2025 verlängerte der Berliner Senat die vorübergehende Mietpreisbremse für Vonovia-Bestände. Zwei Monate später forderte der Münchner Stadtrat bundesweite Maßnahmen gegen "Unternehmensprofiteure". Im Februar 2026 leitete die grüne Hamburger Koalition rechtliche Schritte ein und verklagte Vonovia wegen angeblicher Verstöße gegen das Mietrecht. Bundesweite Proteste, angeführt von der Partei Die Linke und Mietervereinen, erhöhten den Druck weiter.

Der Deutsche Mieterbund warf dem Unternehmen "drastische Mieterhöhungen" vor und forderte strengere Mieterschutzregelungen. Vonovia, das seinen Hauptsitz in Bochum hat, beschäftigte Ende 2025 rund 12.700 Mitarbeiter.

Die Finanzzahlen 2025 belegen das solide Wachstum von Vonovia, getrieben durch steigende Mieten und Immobilientransaktionen. Doch die Geschäftspraxis führt zu juristischen Auseinandersetzungen und politischem Widerstand in teuren Großstädten. Nun steht das Unternehmen vor der Herausforderung, Schuldenabbau, Expansionspläne und wachsende öffentliche Kritik in Einklang zu bringen.

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