Watzke zu Vorwürfen von Missbrauch beim BVB: "Das gruselt einen" - Watzke tritt nach Missbrauchsvorwürfen bei Borussia Dortmund zurück
Hans-Joachim Watzke hat eine bewegende Rede zu historischen Missbrauchsvorwürfen bei Borussia Dortmund gehalten. Der langjährige Manager bestätigte zudem seinen Rücktritt als Geschäftsführer der BVB KGaA am Sonntag. Er äußerte sich schockiert über die Vorwürfe und sprach den Betroffenen von Borussia Mönchengladbach und Borussia Dortmund sein Mitgefühl aus.
Die Vorfälle waren Watzke bereits vor Jahren zu Ohren gekommen. Damals hatte er die Angelegenheit an den damaligen Präsidenten Reinhard Rauball weitergeleitet. Wochen später teilte Rauball ihm mit, dass der Fall erledigt sei.
Zuvor hatte Watzke Kritik an der Art und Weise, wie der Verein mit der Situation umgegangen war, zurückgewiesen. Nun jedoch kündigte er eine umfassende Aufarbeitung an. Zwei unabhängige Kanzleien wurden mit der Untersuchung der Vorwürfe bei Borussia Mönchengladbach und Borussia Dortmund beauftragt.
Der Beschuldigte, der mehrfach in den Ältestenrat gewählt worden war, wechselte 2012 in ein Angestelltenverhältnis beim Verein. Die Person arbeitet mittlerweile nicht mehr für Borussia Dortmund. Der Club hat keine Details zu ihren Tätigkeiten zwischen den 1990er-Jahren und 2023 veröffentlicht.
Borussia Dortmund und Borussia Mönchengladbach werden Konsequenzen ziehen, sollten die Ermittlungen Versäumnisse aufdecken. Watzkes Rücktritt markiert das Ende einer prägenden Ära für den Verein. Die Ergebnisse der externen Prüfung werden die nächsten Schritte bestimmen.
