08 February 2026, 23:04

Wesel tanzt gegen Gewalt: One Billion Rising 2026 mit klarem Signal für Frauenrechte

Eine Gruppe von Menschen steht auf einer Straße und hält ein Banner in der Hand, auf dem "You Can't Keep Us Down, Unite Resist Feminist" steht, mit einem Fahrrad in der Nähe und Ballons, Drähten und einem klaren blauen Himmel im Hintergrund.

Wesel tanzt gegen Gewalt: One Billion Rising 2026 mit klarem Signal für Frauenrechte

Wesel beteiligt sich am 14. Februar 2026 an der globalen Kampagne One Billion Rising gegen Gewalt anMädchenund *Frauen*

Die Veranstaltung ist Teil einer weltweiten Bewegung, die für Gerechtigkeit, Gleichberechtigung und die Stärkung von Frauen eintritt. Lokale Initiativen schließen sich dem Protest an und erheben gemeinsam ihre Stimme.

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Die One Billion Rising-Kampagne 2026, ins Leben gerufen von der Schriftstellerin und Aktivistin Eve Ensler, steht unter dem Motto #WomenOnFire – Ni Una Menos. In diesem Jahr liegt der Fokus auf Leidenschaft, Empathie und Entschlossenheit im Kampf gegen patriarchale Gewalt. Ni Una Menos ("Nicht eine weniger"), eine feministische Bewegung, setzt sich gezielt gegen geschlechtsspezifische Gewalt und Femizide ein – durch Aktivismus und strukturellen Wandel.

Mindestens sechs deutsche Städte – Bottrop, Wuppertal, Speyer, Berlin, Saarbrücken und Solingen – haben ihre Teilnahme offiziell bestätigt. Die Beteiligungen wurden bis zum 8. Februar 2026 auf den jeweiligen städtischen oder organisatorischen Webseiten bekannt gegeben.

Die Kampagne findet zu einer Zeit statt, in der Gewalt in Deutschland weiterhin ein drängendes Problem darstellt. Allein 2024 registrierte die Polizei 265.942 Opfer von Gewaltdelikten – 73 Prozent davon waren Frauen. In Wesel appellieren Bürgermeister Rainer Benien und die Gleichstellungsbeauftragte Regina Schmitz-Lenneps an betroffene Frauen und Mädchen, sich Hilfe zu suchen. Unterstützung bietet das Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen unter der Nummer 116 016 oder online unter www.hilfetelefon.de.

Der jährliche Tanzprotest in Wesel spiegelt eine wachsende Solidarität gegen geschlechtsspezifische Gewalt wider. Mit der Beteiligung zahlreicher Städte in ganz Deutschland setzt sich die Kampagne weiter für strukturelle Veränderungen und besseren Schutz von Frauen und Mädchen ein. Behörden und Aktivist:innen rufen Betroffene dazu auf, die vorhandenen Hilfsangebote in Anspruch zu nehmen.