Willichs CDU will Wohnungsbau mit Schnellverfahren und Preisdeckel beschleunigen
Marie-Theres SegebahnWillichs CDU will Wohnungsbau mit Schnellverfahren und Preisdeckel beschleunigen
CDU in Willich drängt auf schnelleren und bezahlbaren Wohnungsbau
Die Willicher CDU setzt sich für eine beschleunigte und kostengünstigere Wohnraumentwicklung ein. Zu ihren jüngsten Vorschlägen gehören eine Überprüfung der Baustandards sowie ein Schnellverfahren für Neubauprojekte. Zudem will die Partei ein großes Grundstück umwidmen, das ursprünglich als Friedhofserweiterung vorgesehen war.
Seit Herbst 2023 hat die Willicher Beschleunigungsinitiative für Wohnungsbau Genehmigungsverfahren für Neubauten vereinfacht. Im Rahmen dieses Programms wurden bis Anfang 2026 bereits 32 Wohnungen bewilligt. Die Initiative ermöglicht es den Behörden, Entscheidungen zu beschleunigen, Genehmigungen zu delegieren und Baugenehmigungen automatisch zu erteilen, falls innerhalb von drei Monaten keine Rückmeldung erfolgt.
Nun plant die CDU, dieses Modell auf ein 18.000 Quadratmeter großes Gelände auszuweiten, das ursprünglich für die Erweiterung des Friedhofs vorgesehen war. Vorgesehen ist ein städtebaulicher Vertrag mit einem Investor, der Planung und Bau übernimmt. Die Verkaufspreise der neuen Wohnungen – gezielt für Singles, junge Familien und Senioren – sollen gedeckelt werden, um sie erschwinglich zu halten.
Darüber hinaus fordert die Partei, dass Willich bis 2026 digitale Baugenehmigungsverfahren einführt. Tobias Pascaly, CDU-Vertreter, hat den Rat aufgefordert, die Beschleunigungsinitiative weiter voranzutreiben. Zudem soll eine Überprüfung ökologischer, gestalterischer, technischer und energetischer Standards erfolgen, um Kosten zu senken, ohne die Qualität zu beeinträchtigen. Ziel ist es, Bezahlbarkeit mit nachhaltiger Stadtplanung in Einklang zu bringen.
Falls die Pläne genehmigt werden, könnten Wohnungsbauprojekte künftig schneller umgesetzt werden, ohne dass Umwelt- oder Gestaltungsstandards darunter leiden. Der CDU-Plan umfasst digitale Verfahren, investorengetriebene Projekte und Preisobergrenzen für Käufer. Die nächsten Schritte hängen von der Entscheidung des Rates in den kommenden Monaten ab.






