Wirtschaftsexperte warnt: EU muss Trumps Zolldrohungen um Grönland widerstehen
Annerose KensyWirtschaftsexperte warnt: EU muss Trumps Zolldrohungen um Grönland widerstehen
Der Wirtschaftsexperte Martin Werding hat die EU aufgefordert, sich gegen die von den USA im Zusammenhang mit Grönland erhobenen Zolldrohungen standhaft zu zeigen. Er bezeichnete den Streit als eine Bewährungsprobe für Europas Entschlossenheit und warnte davor, unter Druck nachzugeben.
Der Konflikt entzündete sich an den wiederholten Äußerungen Donald Trumps über das dänische Territorium, die Werding zufolge weniger von Sicherheitsbedenken als vielmehr von territorialen Ambitionen geprägt seien.
Werding warf Trump vor, durch seine Ansprüche auf Grönland die Handlungsfähigkeit der NATO zu untergraben. Solche Schritte verletzten die Souveränität verbündeter Staaten und gefährdeten die Stabilität der transatlantischen Beziehungen, so der Experte.
Laut seiner Einschätzung lenke die Zollfrage lediglich von dem grundlegenderen Konflikt ab. Er forderte die EU, die für die Handelspolitik zuständig ist, auf, eine harte Linie beizubehalten und keine Zugeständnisse zu machen.
Um ihre Position zu stärken, schlug Werding vor, der Block solle Gegenmaßnahmen wiederbeleben, die bereits während früherer Handelsstreitigkeiten vorbereitet worden seien. Diese Schritte würden signalisieren, dass Europa wirtschaftlicher Erpressung nicht weichen werde, betonte er.
Die Aussagen des Beraters unterstreichen die wachsenden Spannungen um den Status Grönlands und die weiteren Auswirkungen auf die Handelsbeziehungen zwischen der EU und den USA. Sein Appell zu einer entschlossenen Reaktion spiegelt die Sorge wider, Trumps Vorgehen könnte einen Präzedenzfall für künftige territoriale Konflikte schaffen. Die EU hat bisher noch keine weiteren Schritte in dieser Angelegenheit angekündigt.
