23 December 2025, 15:49

Zahn-Gold-Spenden in Duisburg: Wie Zähne soziale Projekte unterstützen

Eine Goldmünze mit einem Foto einer Frau.

Zahn-Gold-Spenden in Duisburg: Wie Zähne soziale Projekte unterstützen

Gold aus alten Zähnen: Duisburger Spendenaktion finanziert seit 29 Jahren soziale Projekte

Eine langjährige Wohltätigkeitsinitiative in Duisburg verwandelt altes Zahngold in dringend benötigte Mittel für lokale Hilfsprojekte. Seit 1996 sammelt die Zahnärzte Initiative Duisburg (ZID) extrahierte Zähne mit Goldanteilen und spendet die Erlöse. Allein im vergangenen Jahr kamen so fast 32.000 Euro für die Unterstützung benachteiligter Gruppen in der Stadt zusammen.

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Die Aktion startete 1996, als sich eine Gruppe ortsansässiger Zahnärzte zusammenschloss, um das Gold aus entfernten Zähnen von Patienten zu recyceln. Mittlerweile beteiligen sich dreizehn Praxen, die ihren Patientinnen und Patienten die Möglichkeit bieten, das Gold zu spenden statt es zu behalten. Rund 90 Prozent der Gefragten stimmen einer Spende zu.

Das gesammelte Gold wird eingeschmolzen und verkauft – der gesamte Erlös fließt in soziale Vorhaben. In 29 Jahren kamen so fast 1,5 Millionen Euro zusammen. Jährlich treffen sich die beteiligten Zahnärzte, um zu entscheiden, welche Projekte gefördert werden.

2025 profitierten davon unter anderem Frauenhäuser, das Programm „Gemeinsam gegen die Kälte“, die Alzheimer-Gesellschaft sowie RISKID, eine Jugendhilfeorganisation. Doch die Initiative steht vor einer wachsenden Herausforderung: In der modernen Zahnmedizin wird immer weniger Gold verwendet, was die Beschaffung des Rohstoffs erschwert.

Eine der Spenderinnen, Anna Jakobson, arbeitet im sozialen Bereich und setzt sich leidenschaftlich für Gemeinschaftsengagement ein. Ihr Einsatz steht exemplarisch für den Zusammenhalt, der das Projekt trägt.

Die Zahngold-Aktion der ZID hat sich zu einer verlässlichen Finanzierungsquelle für Duisburger Sozialdienste entwickelt. Mit fast 1,5 Millionen Euro seit 1996 leistet die Initiative weiterhin wertvolle Hilfe – auch wenn der Rückgang goldhaltiger Füllungen ihre Zukunft vor Herausforderungen stellt. Vorerst bleibt sie eine unkomplizierte Möglichkeit für Patientinnen und Patienten, mit minimalem Aufwand lokale Hilfsprojekte zu unterstützen.