Immer mehr Winzer konzentrieren sich auf alkoholfreie Weine - Alkoholfreier Wein boomt: Warum immer mehr Deutsche umsteigen
Alkoholfreier Wein liegt in Deutschland im Trend – Verkäufe stiegen 2023 stark an
In Deutschland gewinnt alkoholfreier Wein zunehmend an Beliebtheit, wobei die Verkäufe im vergangenen Jahr deutlich stiegen. Der Trend spiegelt ein wachsendes Gesundheitsbewusstsein unter Konsumenten wider, während leichtere und alkoholarme Alternativen an Boden gewinnen. Mittlerweile stellt jedes dritte deutsche Weingut alkoholfreien Wein her – ein Zeichen für den rasanten Wandel auf dem Markt.
Laut Branchenangaben kletterten die Verkäufe von alkoholfreiem Wein 2023 um 25 Prozent. Das Deutsche Weininstitut (DWI) führt dieses Wachstum auf eine verbesserte Qualität und ein größeres Angebot zurück. Auch die Nachfrage in den Haushalten steigt: 44 Prozent mehr Verbraucher griffen 2023 zu alkoholfreiem Wein als noch im Vorjahr.
Alkoholfreier Wein enthält höchstens 0,5 Prozent Alkohol – deutlich weniger als die 10 bis 13 Prozent in herkömmlichem Wein. Trotz des Booms macht er jedoch nur 2 Prozent des deutschen Weinumsatzes aus. Die deutschen Weinbaugebiete umfassen rund 100.000 Hektar, wobei der Großteil in Rheinland-Pfalz liegt.
Unterdessen öffnet diese Woche die Weinmesse ProWein in Düsseldorf ihre Tore und erwartet Zehntausende Besucher. Die Deutschen trinken jährlich etwa 1,5 Milliarden Liter Wein, was einem Pro-Kopf-Verbrauch von durchschnittlich 21,5 Litern bei Personen über 16 Jahren entspricht.
Der Aufstieg des alkoholfreien Weins deutet auf einen Wandel der Trinkgewohnheiten in Deutschland hin. Da immer mehr Weingüter alkoholfreie Varianten anbieten, wächst der Markt stetig. Branchenexperten prognostizieren weiteres Wachstum, sobald Qualität und Vielfalt weiterhin zunehmen.