21 March 2026, 22:28

BP verkauft Gelsenkirchener Raffinerie an Klesch Group bis 2026

Ölraffinerie mit ausgedehnten Rohrleitungen, Metallkonstruktionen, Containern, Bäumen, einem Gebäude, einem Kran und einem bewölkten Himmel, mit Text unten.

BP verkauft Gelsenkirchener Raffinerie an Klesch Group bis 2026

BP hat sich darauf verständigt, seine Raffinerie in Gelsenkirchen an die Klesch Group zu verkaufen, einen unabhängigen Betreiber, der 1990 gegründet wurde. Der Deal, dessen Abschluss für Mitte 2026 erwartet wird, markiert einen bedeutenden Wandel für einen der größten integrierten Raffinerie- und petrochemischen Standorte Europas. Noch ausstehend sind die endgültigen behördlichen Genehmigungen, bevor die Transaktion abgeschlossen werden kann.

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Die Raffinerie in Gelsenkirchen ist der zweitgrößte Ethylenproduzent Deutschlands, wobei die Produktion in den letzten fünf Jahren um etwa 15 Prozent gestiegen ist. Während andere europäische Raffinerien – wie etwa die von Shell in Rotterdam oder Total in Antwerpen – Stagnation oder Rückgänge von 5 bis 10 Prozent verzeichneten, steigerte der BP-Standort seine Produktion von 450.000 auf 520.000 Tonnen pro Jahr. Durch neue Anlagen erweiterte das Werk zudem sein Sortiment an Chemikalien um 20 Prozent und fügte dem Portfolio mehr Polyethylen und Spezialchemikalien hinzu.

Mit einer Rohölverarbeitungskapazität von rund 12 Millionen Tonnen pro Jahr beschäftigt die Raffinerie etwa 2.300 Mitarbeiter. Sie ist Teil eines großen Komplexes, der Treibstoffe und Chemikalien für Märkte in ganz Europa herstellt. Die Klesch Group, die bereits die Raffinerie Heide in Deutschland sowie die Raffinerie in Kalundborg (Dänemark) betreibt, ließ sich für die Übernahme rechtlich von der Kanzlei Clifford Chance beraten.

Der Verkauf passt zu BP-Strategie, die Geschäfte zu straffen, während die Klesch Group ihre Position im europäischen Raffineriesektor ausbaut. Beide Unternehmen haben bestätigt, dass der Zeitplan für den Abschluss des Deals von den behördlichen Freigaben abhängt.

Sobald die Genehmigung erteilt ist, geht ein zentraler Industriekomplex in den Besitz der Klesch Group über. Die gesteigerte Ethylenproduktion und die erweiterte chemische Produktpalette heben die Raffinerie von der Konkurrenz ab. Die Übergabe soll im zweiten Quartal 2026 erfolgen, vorbehaltlich der abschließenden Prüfungen.

Quelle