25 March 2026, 20:33

Bundesbank will Ein- und Zwei-Cent-Münzen durch Rundung ersetzen

Zwei Ein-Cent-Münzen nebeneinander auf einem Lineal auf einer weißen Oberfläche.

Bundesbank will Ein- und Zwei-Cent-Münzen durch Rundung ersetzen

Die Bundesbank schlägt vor, Bargeldzahlungen in Deutschland künftig auf volle fünf Cent zu runden. Damit sollen Ein- und Zwei-Cent-Münzen schrittweise abgeschafft werden, deren Herstellung und Transport mit hohen Kosten verbunden sind. Eine Studie der Zentralbank aus dem Jahr 2023 zeigte, dass fast die Hälfte aller Einkäufe im Laden noch immer bar bezahlt wird.

Laut dem neuen Plan würden Bargeldbeträge je nach Endziffer des Gesamtpreises angepasst: Ein Betrag von 3,99 Euro würde etwa auf 4,00 Euro aufgerundet, während 2,02 Euro auf 2,00 Euro abgerundet würden. Die Idee ist nicht ganz neu – bereits vor einem Jahr wurde sie im Nationalen Bargeldforum diskutiert.

In der Bevölkerung stößt der Vorschlag auf breite Zustimmung: 56 Prozent der Deutschen befürworten die Rundungsregel. Einige Supermarktketten in Nordrhein-Westfalen bieten Kunden bereits jetzt die Möglichkeit, beim Bezahlen auf volle zehn Cent aufzurunden, wobei der Differenzbetrag an gemeinnützige Zwecke geht. Ähnliche Systeme gibt es bereits in Finnland, den Niederlanden, der Slowakei, Irland, Italien, Belgien und Estland.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Allerdings hat bisher kein Land die Ein- und Zwei-Cent-Münzen komplett abgeschafft. Dafür wäre eine europaweite Entscheidung nötig. Der Vorschlag der Bundesbank bezieht sich ausschließlich auf Bargeldzahlungen – Kartenzahlungen und digitale Transaktionen blieben davon unberührt.

Wird die Rundungsregel eingeführt, würde sie den Umlauf kleiner Münzen in Deutschland verringern und das Land an Praktiken anpassen, die in Teilen Europas bereits üblich sind. Die nächsten Schritte hängen von weiteren Beratungen und möglichen gesetzgeberischen Maßnahmen ab.

Quelle