NRW stockt Förderung für queere Politik um 417.000 Euro auf – HIV-Prävention gerettet
Marie-Theres SegebahnNRW stockt Förderung für queere Politik um 417.000 Euro auf – HIV-Prävention gerettet
Die Landesregierung von Nordrhein-Westfalen hat die Förderung für queere Politikmaßnahmen um 417.000 Euro aufgestockt. Damit werden frühere Kürzungen bei HIV-Präventionsprogrammen rückgängig gemacht und eine Reihe von Gemeinschaftsinitiativen unterstützt. Behördenvertreter bezeichnen die Erhöhung als ein "deutliches Zeichen der Anerkennung" für LGBTQ+-Organisationen im gesamten Bundesland.
Die schwarz-grüne Koalitionsregierung hat die finanzielle Unterstützung für queere Projekte ausgeweitet und sichert so den Fortbestand zentraler Dienstleistungen. Fachstellen wie das Queere Netzwerk NRW und die Beratungsstelle blick können ihre Arbeit ohne Unterbrechung fortsetzen. Besonders die Jugendarbeit bleibt ein Schwerpunkt – die Förderung für Beratungsangebote und sichere Begegnungsräume wird fortgeführt.
HIV-Präventionsprogramme, die zuvor von Kürzungen bedroht waren, erhalten nun eine stabile Finanzierung. Dadurch können Aidshilfe-Organisationen ihre Aufklärungsarbeit ausbauen. Auch das Landeskompetenzzentrum für Regenbogenfamilien profitiert von der Aufstockung und erhält 160.000 Euro zusätzlich.
Die finanzielle Unterstützung für Christopher-Street-Day-(CSD)-Paraden bleibt mit 3.000 Euro pro Veranstaltung unverändert. Durch das erweiterte Budget könnten bis 2026 jedoch mehr Demonstrationen ermöglicht werden. Zwar ist nicht genau beziffert, wie viele unabhängige queere Gruppen von den zusätzlichen Mitteln profitieren werden, doch sollen die Ressourcen die Gemeinschaftsstrukturen im gesamten Land stärken.
Die Mittelaufstockung tritt 2024 in Kraft und kommt einer breiten Palette von LGBTQ+-Initiativen zugute. HIV-Prävention, Jugendangebote und Familienberatung werden gleichermaßen verbessert. Veranstalter haben nun mehr Planungssicherheit für Projekte und Aktionen in den kommenden Jahren.






