13 March 2026, 18:36

Bundeswehr übt eine Woche lang mit Drohnen und 80 Soldaten in Mönchengladbach

Ein offenes deutsches Militärtagebuch aus dem frühen 20. Jahrhundert, gefüllt mit handgeschriebenem Text und Zahlen.

Bundeswehr übt eine Woche lang mit Drohnen und 80 Soldaten in Mönchengladbach

Die Bundeswehr wird vom kommenden Freitag bis zum darauffolgenden Freitag Übungen im ehemaligen Joint Headquarters (JHQ) in Mönchengladbach durchführen. Anwohner in der Nähe müssen mit lauten Geräuschen rechnen, doch die Behörden betonen, dass von der Übung keine Gefahr für die öffentliche Sicherheit ausgeht.

An der Übung beteiligen sich rund 80 Soldaten, unterstützt von 25 Militärfahrzeugen und acht Drohnen. Im Mittelpunkt steht die Erprobung von Kommunikationssystemen unter nationalen und Bündnisverteidigungsbedingungen, darunter auch die Krisenkommunikation mit der Bevölkerung.

Das Gelände war einst ein zentraler NATO-Standort und wurde 1954 als Hauptquartier der britischen Streitkräfte eröffnet. Mit einer Fläche von 471 Hektar – etwa so groß wie 660 Fußballfelder – umfasste es über 1.400 Wohnungen und 980 Kasernengebäude. Seit der Schließung 2013 diente die verlassene Anlage bereits als Übungsort für Polizeieinheiten und Katastrophenschutzteams, etwa für das Technische Hilfswerk (THW), das dort im August 2025 trainierte.

Die Behörden versichern den Bürgern, dass eventuell hörbare laute Knalle ausschließlich von Platzpatronen stammen werden. Scharfe Munition kommt nicht zum Einsatz.

Die anstehende Übung erstreckt sich über eine volle Woche und endet am darauffolgenden Freitag. Die Nutzung des ehemaligen JHQ-Geländes durch die Bundeswehr setzt dessen Tradition als Trainingsstätte für Militär und Rettungskräfte fort. Abgesehen von den vorübergehenden Lärmbelästigungen sind keine Beeinträchtigungen des Alltags in Mönchengladbach zu erwarten.

Quelle