Dinslakens erster Stadt-Dialog bringt Bürger und Verwaltung an einen Tisch
Annerose KensyDinslakens erster Stadt-Dialog bringt Bürger und Verwaltung an einen Tisch
Dinslaken veranstaltet ersten "Stadt-Dialog" – Bürger diskutieren Haushalt und Zukunftsprojekte
Am 11. März 2026 fand in Dinslaken der erste Stadt-Dialog statt, bei dem rund 70 Bürgerinnen und Bürger zusammenkamen, um über den städtischen Haushalt und geplante Vorhaben zu sprechen. Bürgermeister Simon Panke und Stadtkämmerer Achim Thomae leiteten die Veranstaltung und beantworteten Fragen zu Steuern, Infrastruktur sowie kommunalen Dienstleistungen.
Im Mittelpunkt standen anstehende Projekte wie der Neubau einer Turnhalle für die EBGS-Schule, Sanierungsarbeiten an der Feuerwehrwache Eppinghoven und die Umrüstung der Straßenlaternen auf energieeffiziente LED-Technik. Die Anwesenden hinterfragten dabei Zeitpläne, Kosten und ob eine frühere Planung aktuelle Engpässe hätte vermeiden können.
Bürgermeister Panke kündigte während der Veranstaltung mehrere wichtige Vorhaben an: Das Schulzentrum in Hiesfeld sei nun fertiggestellt, während die Pläne für die neue Turnhalle der EBGS-Schule und die Sanierung der Feuerwehrwache Eppinghoven voranschreiten. Zudem werde die Stadt die Straßenbeleuchtung auf LED umstellen, um Energiekosten zu senken.
Stadtkämmerer Achim Thomae erklärte, dass steigende Ausgaben zu Sparmaßnahmen zwingen würden – darunter eine Erhöhung der Grundsteuer B, der Steuer auf bebaute Grundstücke. Bürger äußerten Bedenken hinsichtlich dieser Steuererhöhungen sowie zur Zukunft der Eishalle, Verzögerungen beim Schulbau und häufigen Abwesenheiten in der Stadtverwaltung.
Die Wasserverbände Emschergenossenschaft und Lippeverband (EGLV) schlagen vor, das Gelände des Hiesfelder Freibads neu zu gestalten. Vertragsverhandlungen laufen bereits, eine endgültige Entscheidung steht jedoch noch aus.
Der städtische Haushalt, über den der Rat am 26. März abstimmen soll, blieb ein zentrales Thema. Viele Teilnehmer fragten, warum einige Probleme nicht früher angegangen wurden – angesichts der seit Langem bestehenden strukturellen Haushaltsprobleme Dinslakens. Wie andere Städte im Ruhrgebiet ist auch Dinslaken auf Bundesfördergelder für die Umstrukturierung angewiesen, konkrete Finanzdaten für den Zeitraum 2021–2026 wurden bei der Veranstaltung jedoch nicht genannt.
Die Veranstaltung wurde gelobt, da sie einen offenen Austausch ermöglichte. Ein weiterer Stadt-Dialog ist für den Herbst geplant. Bürger mit offenen Fragen wurden gebeten, sich an das Bürgermeisterbüro unter [email protected] zu wenden.
Der Abend zeigte sowohl Fortschritte als auch anhaltende Herausforderungen in Dinslaken auf. Die neuen Infrastrukturprojekte, Steueranpassungen und Umstrukturierungspläne werden nun dem Stadtrat zur Abstimmung am 26. März vorgelegt.
Die Bürger verließen die Veranstaltung mit klareren Vorstellungen zu den Zeitplänen für Schul- und Feuerwehrsanierungen, doch bleiben Sorgen über die Finanzierung und administrative Verzögerungen bestehen. Der nächste Stadt-Dialog bietet eine weitere Gelegenheit zur Bürgerbeteiligung, bevor endgültige Beschlüsse gefasst werden.