Dortmunder Forscher revolutionieren Batteriespeicher mit Hochspannungstechnik
Annerose KensyDortmunder Forscher revolutionieren Batteriespeicher mit Hochspannungstechnik
Ein Forschungsteam der Fachhochschule Dortmund hat ein neues modulares Hochspannungs-Batteriespeichersystem entwickelt. Die Innovation zielt darauf ab, Effizienzverluste in großskaligen Batteriesystemen durch die Erhöhung der Spannungsebenen zu verringern. Erste Laborversuche wurden bereits durchgeführt, weitere Praxistests stehen bevor.
Im Rahmen des KV BATT-Projekts geht es darum, die Batteriespannung im Vergleich zu aktuellen Standards um das Zehn- bis Zwanzigfache zu steigern. Professor Martin Kiel, der die Forschung leitet, erläutert, dass niedrige Spannungen in großen Systemen hohe Ströme erzeugen, die wiederum Widerstand verursachen und die Effizienz mindern. Durch die Erhöhung der Spannung erhofft sich das Team, den Widerstand zu verringern, die Wärmeentwicklung zu minimieren und den Kühlbedarf zu senken.
Das neu entwickelte Batteriemodul ist kompakter als bestehende Lösungen und benötigt kaum Wartung. Eine europäische Patentanmeldung für die Technologie ist bereits in Arbeit. Als nächster Schritt ist ein Reallabor-Test in Ense (Deutschland) geplant, bei dem Systeme mit 1.000 Volt mit solchen zwischen 10.000 und 20.000 Volt verglichen werden.
Die Hochschule zeigt sich zudem offen für Kooperationen und lädt externe Partner ein, mögliche Anwendungen der Forschung zu erkunden. Bei Erfolg könnte das Projekt den Weg zu effizienteren und zuverlässigeren Batteriespeichersystemen ebnen. Die geplanten Tests in Ense sollen entscheidende Daten zu den Leistungsunterschieden zwischen Hoch- und Höchstspannungsaufbauten liefern. Das Team ist überzeugt, dass sein Ansatz messbare Fortschritte in der Energiespeichertechnologie bringen wird.






