Dortmunds neuer CDU-Oberbürgermeister bricht 80-jährige SPD-Ära
Dortmund hat nach fast 80 Jahren erstmals wieder einen Oberbürgermeister gewählt, der nicht der SPD angehört. Alexander Kalouti, ein 57-jähriger CDU-Politiker, setzte sich am 28. September 2025 in der Stichwahl durch. Sein Sieg beendet Jahrzehnte sozialdemokratischer Führung in der Stadt.
Kaloutis Wahl bricht eine lange Tradition von SPD-Oberbürgermeister:innen, die bis ins Jahr 1946 zurückreicht. Anders als seine Vorgänger ist er kein Mitglied der Sozialdemokraten, sondern vertritt die Christlich Demokratische Union, die nun die zweitstärkste Fraktion im Stadtrat stellt.
Die geplante Amtsübergabe mit dem scheidenden Oberbürgermeister Thomas Westphal musste aufgrund von Terminproblemen verschoben werden. Kalouti bereitet sich derzeit auf seine neue Rolle vor, indem er die Dortmunder Gemeindeordnung studiert und sich mit erfahrenen Ratsmitgliedern austauscht. Seine erste offizielle Stadtratssitzung ist für den 13. November 2025 angesetzt.
Da seine Partei im Rat über keine Mehrheit verfügt, will Kalouti seine Vorhaben durch flexible Bündnisse vorantreiben. Statt einer festen Koalition plant er, je nach Thema mit unterschiedlichen Fraktionen zusammenzuarbeiten. Sein erster Schwerpunkt liegt auf der Belebung der Dortmunder Innenstadt, die seit Jahren mit Niedergang zu kämpfen hat.
Um das Viertel attraktiver zu gestalten, verweist Kalouti auf den Erfolg des After-Work-Marktes als Vorbild. Er möchte ähnliche öffentliche Räume ausbauen, um ein lebendigeres und anziehenderes Zentrum für Einwohner:innen und Besucher:innen zu schaffen.
Kaloutis Amtszeit beginnt mit einer klaren Mission: Er will den urbanen Verfall stoppen und ein lebendigeres Stadtzentrum fördern. Da seine CDU-Fraktion im Rat in der Minderheit ist, setzt er auf parteiübergreifende Zusammenarbeit. Die erste Bewährungsprobe steht am 13. November an, wenn er seine Pläne in die Tat umsetzen will.






