Düren plant Rückkehr zu Kita-Gebühren – wer muss ab 2026 zahlen?
Marie-Theres SegebahnDüren plant Rückkehr zu Kita-Gebühren – wer muss ab 2026 zahlen?
Kita-Gebühren in Düren: Kostenfreiheit seit 2018 könnte bald enden
Seit 2018 sind die Kita-Plätze im Kreis Düren weitgehend gebührenfrei – doch das könnte sich bald ändern. Der Kreistag berät heute über die Wiedereinführung von Elternbeiträgen, ein Schritt, der der Kommune Millionen an zusätzlichen Einnahmen bringen könnte. Steigende Schulden und finanzieller Druck haben das Thema auf die politische Agenda katapultiert.
Aktuell zahlen in Düren nur Familien mit einem Jahreseinkommen von über 120.000 Euro für die Kinderbetreuung. Nach dem neuen Vorschlag sollen die Gebühren ab August 2026 zurückkehren – allerdings gestaffelt nach Einkommen. Eltern mit einem Haushaltsnetto unter 45.000 Euro bliebe die Betreuung kostenlos, während Besserverdiener stärker zur Kasse gebeten würden. Über die Vorlage der Kreisverwaltung wird heute abgestimmt.
Hintergrund der Pläne ist die angespannte Haushaltslage in Düren. Die Verwaltung erhofft sich durch die Reform mehrere Millionen Euro an Mehreinnahmen. Doch der Elternbeirat des Jugendamts übt scharfe Kritik: Die Politik habe Familien über die genaue Ausgestaltung der Gebühren im Unklaren gelassen.
Bevor die Änderungen in Kraft treten können, muss die Bezirksregierung Köln den Entwurf prüfen. Eine offizielle Stellungnahme zur Verordnung wird bis zum 23. Oktober erwartet. Unterdessen treten der neu gewählte Kreistag und der Landrat am 1. November ihr Amt an.
Sollte der Beschluss fallen, wäre damit das Ende der fast flächendeckenden Gebührenfreiheit in Düren besiegelt. Der Kreis will sein Haushaltsdefizit verringern, ohne einkommensschwache Familien übermäßig zu belasten. Die finale Entscheidung liegt beim Kreistag – wirksam würden die neuen Regeln jedoch frühestens Mitte 2026.






