01 April 2026, 00:37

Düsseldorf setzt auf digitale Abstimmungen – doch die Kritik bleibt laut

Ein Blatt Papier mit einer Zeichnung von drei Menschen, zwei Frauen und einem Mann, und dem Text "The Devonshire, or Most Approved Method of Securing Votes", mit Farboptionen oben.

Düsseldorf setzt auf digitale Abstimmungen – doch die Kritik bleibt laut

Der Düsseldorfer Stadtrat bereitet sich darauf vor, auf digitale Abstimmungen in seinen Sitzungen umzustellen. Dazu gehört die Nutzung des Online-Systems OpenSlides für geheime Wahlen – eine Entscheidung, die kontrovers diskutiert wird. Kritiker befürchten, dass elektronische Abstimmungen die Transparenz schwächen könnten, während Befürworter betonen, dass das System den rechtlichen Anforderungen entspreche.

Der Rat plant, OpenSlides einzuführen, ein digitales Tool, das bereits von politischen Parteien, Gewerkschaften und Verbänden genutzt wird. Die Software verwaltet Rednerlisten und Abstimmungen und wurde bereits auf Bundesparteitagen sowie kleineren Versammlungen getestet. Dennoch bleiben Bedenken hinsichtlich der Zuverlässigkeit bei geheimen Wahlen bestehen.

Die Fraktion der Linken, angeführt von Chris Demmer, lehnt den Wechsel ab. Demmer warnt, dass digitale geheime Abstimmungen besonders anfällig für Manipulationen seien. Seine Gruppe besteht auf die Beibehaltung der traditionellen Stimmabgabe mit Stift und Papier, da diese mehr Nachvollziehbarkeit garantiere. Eine rechtliche Prüfung confirms however, that the digital system complies with the applicable laws.

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Emanuel Schütze, Gründer von OpenSlides, räumt die Risiken ein. Er explains that the verifiability of digital secret votes could compromise the anonymity of voters. The system is designed to protect anonymity, which also means that manipulations can only be detected with difficulty through a recount.

Germany had already used voting machines from 1999 to 2009, until the Federal Constitutional Court banned them. The court justified the ban by stating that electronic elections are not publicly verifiable – an argument that critics of the Düsseldorf project also raise.

The council's decision to use OpenSlides marks a step towards digital administration. While legal experts give the green light, skeptics doubt whether anonymity and security can really be guaranteed. The debate reflects the fundamental question of how modern technology can be reconciled with democratic transparency.

AKTUALISIERUNG

Düsseldorf Pioneers Digital Voting: First in NRW to Use OpenSlides System

Düsseldorf has become the first large NRW municipality to implement OpenSlides for digital voting. The system was successfully deployed on 11 February 2026, with live results projected in council sessions. Key features include:

  • Live voting displaying real-time names for open/named votes.
  • Secret votes showing only final results to protect anonymity.
  • Hybrid sessions enabling remote participation via livestream.